ROCKHARZ 2012

  • Datum: 11. - 14. Juli 2013
  • Ort: Ballenstedt
  • Besucher: 10.000
  • Tickets: 69€ + VVK
  • Redakteur: Marcel Hübner
ROCKHARZ 2012

rockharz bilder marcel hübner

 

rockharzkai

Donnerstag:
Die Anreise zum 2012er ROCKHARZ begann schon mit durchwachsenem Wetter: Regen, Sonne, Windböen - alles dabei, und das sollte auch die nächsten Tage so bleiben. Gerne hätten wir deswegen wohl die Zelte ein paar Stunden früher aufgebaut. Denn dies gestaltete sich nicht für jeden einfach, wie Kollege Hübner mit seinem Stoffpalast festtellen musste. Mit vereinten Kräften gelang dann aber die Rettung und nach der ersten Grillwurst ging es fix zu den Bühnen.

Hier wollten wir auf keinen Fall Drone verpassen. Aufgrund des Unwetters traten unsere Helden des ersten Nachmittags verspätet auf. In den verbleibenden 20 Minuten dann erfreulicherweise komprimierte Spielfreude: die Gewinner des 2006er Wacken Metall Battle legten los wie die Feuerwehr und kamen schön thrashig rüber. Die Pausen zwischen den Songs kurz gehalten und nur für das Nötigste (Stimme ölen mit Jack Daniels) hörten die frühen Gäste endlich einen super Sound statt Regenprasseln - Chapeau!

5feedr5Ft High & Rising waren an der Reihe. Die Jungs aus Alfeld sind noch recht grün hinter den Ohren und als quasi Nachbar habe ich mich gefreut die fünf mal auf einer grossen Bühne zu erleben. Das Pubklikum nahm die Metalcore Peitsche auch für diese Uhrzeit recht gut an und auch bald verzog sich der miese Sturm. Ich bin gespannt wohin es die Band noch bringen wird, Potential ist auf jeden Fall vorhanden.

Kurz nach fünf starteten dann Municipal Waste. Die Herrschaften kamen mir zwar teilweise vor wie Slayer auf Speed, aber hey, Vollgas macht ja auch Spass! Also gab es oldschoolmäßig was auf die Ohren, Bay-Area Sound aus Virginia.

Wie es hier nun Tanzwut in die Running Order geschafft hat erschließt sich mir nicht wirklich, aber auch die Berliner hatten ihr Publikum. Man feierte sich gegenseitig zu Synthi und Dudelsack tanzend auf und vor der  Bühne. Musikalisch nicht ganz mein Geschmack aber von guter Laune kann man sich ja auch mal anstecken lassen.

Zu Emil Bulls weiterhin gut Betrieb auf dem Infield. Ein Sänger mit Flummi im Schuh brachte dem Pupblikum ein paar Crossover Tanzschritte bei. Der Funke ist definitv übergesprungen und aus der nun schon 16 Jährigen Bandgeschichte war für jeden was dabei.

Weiter geht´s mit melodic Death Metal. Pain aus Schweden kämpften anfänglich mit Soundproblemen wurden dann aber immer besser. So ist das eben live: besser und schlechter wie auf CD. Frontmann Peter Tägtgren unterstreicht seinen düsteren Auftritt in schicker Zwangsjacke.

Sepultura mit einem (un-)gewöhnlich langen Intro. Zu dem soliden, energiereichen Auftritt der Brasilianer pflügten ein haufen Metalheads passend zum schweren Sound die Wiese um. Abschliessend mit den Knaller "Territory", "Inner Self", "Arise", "Ratamahatta", "Roots Bloody Roots" hierterlies die Band einen super Eindruck.

Hatebreed
hatebreedJamey und seine Homies bleiben eine Macht und beweisen dieses in den ersten Sekunden des Gigs. Doch was passiert dann? Stromausfall im Harz!!! Es geht über eine halbe Stunde nichts mehr. Angeblich ist ein Generatorstecker gezogen worden. Die Fans bleiben hart und singen sich für den zweiten Auftritt warm. Bei "Destroy Everything" ist dann kein halten mehr und die Menge rastet aus und eine Wall of Death jagt die Andere.

Freitag:
beforethedawnBefore The Dawn

Eine der besten finnischen Bands stand nun auf dem Programm. Tuomas Saukkonen der Tausendsacher mit diversen Bands schreibt quasi jeden Tag ein neuen Song und ich war echt Gespannt, was die Nordlichter dieses mal leisten können. Wie gewohnt professionell und mit ein wenig Lampenfieber schlugen die melodic Deathhymnen dem Harzer Volk um die Ohren. Es wurde wie erwartet fast nur neue Songs gespielt, weil der cleanpart die Band vor einigen Monaten verlassen hatte, aber auch ein paar alte Song wurde in den 45 Minuten Auftritt verbaut. Eine Gastsängerin kam ebenfalls zum Einsatz, ich weiss aber nicht wer das war ;-)

 

 

Primordial
Noch war es hell im Harz als die böse geschminkten Irländer Primodial mit Sänger Naihmass Nemtheanga auf die Bühne traten. Sie sind die Urväter des CelticBlackMetal und auf CD immer ein Ohr wert. Auf dem Wacken fand ich den Sound extrem übel, welcher im Harz besser zur Geltung kam, mich aber dennoch nicht überzeugte. Mit atmosphäre und Midtempo konnte sich die Band nach und nach die Gunst des Pubklikums erspielen, meine leider nicht wirklich.


Epica

epicaSimone Simons ist eine der hübschesten Metalfrontfrauen der Welt und eine Erscheinung die man nicht missen möchte. Gesangstechnisch macht ihr in den hohen Lagen so schnell niemand etwas nach. Für mich aber reichen zwei bis drei Songs und es wird anstrengend. Die Niederländer kommen aber beim Publikum recht gut an und werden gefeiert.

 

 

 

 

 


paradiselostParadise Lost
Auf Nick Holmes und seine Mannen habe ich mich fast am meisten gefreut, da ich die Jungs schon eine Ewigkeit nicht mehr zu Gesicht bekam. Das neue Meisterwerk "Tragic Idol" ist schon ein paar Wochen auf dem Markt und natürlich werden davon eine Menge Songs gespielt. Aber auch die guten, alten Hits wie "As I Die" und "One Second" dürfen nicht fehlen.

 

 

 

 

 

 

Samstag:
Deadlock

Das Rockharz 2012 ist das W.E. der hübschen Frontfrauen. Nachdem die Sondprobleme in den Griff bekommen wurden ging es dann richitg los. Positiv ist, dass John Gahlert stimmlich viel stärker ist, als sein Vorgänger Johannes Prem. Sabine hat ebenfalls ordentlich zugelegt (gesangstechnisch). Die Songauswahl war eine gute Mischung aus Songs von dem aktuellen Album “Bizarro World” und alten Hits, z.B. “Wolves” oder “Earth.Revolt”.  Die Band war ohne Gert Rymen an der Gitarre angereisst, was aber eigentlich nicht grossartig auffiel.

Lacuna Coil

Und wieder dürfen wir eine der attraktivsten Frauen im Metalbereich bewundern. Als ich damals vor über 10 Jahren Cristina und Andrea im Docks interviewt habe, hat keiner von uns gedacht, dass diese Band mal so weit kommen würde. Die Band hat viel dazu gelernt und bringen dem Harzer Publikum ein Hit nach dem anderen zu Gehör. "Heaven's a Lie",  "Our Truth" oder "Fragile" sind nur einige der Gothic Italiener.


Knorkator
Die Berliner haben so viel Blödsinn im Kopf, dass es eine wahre Freude ist sie im Harz begrüßten zu dürfen. Rückwärts-Crowdsurfen oder mit sieben dicken Männern aus dem Publikum Bauchplatscher zu veranstalten, dass darf und kann nur die besten Band der Welt. Am Ende der Spassveranstaltung waren nochmal alle Fotografen auf der Bühne um Publikumsfotos zu machen. Ach war dat herlich!

 

 

 

 

 

amonamarth22.40 Uhr Amon Amarth

Die schwedische Übermacht Amon Amarth war nun an der Reihe. Was soll man dazu eigentlich noch sagen. GROSS GRÖSSER DIE GRÖSSTEN!! Johan und seine Vikinger brachen wie eine Flut über die Menge und knallten eine Pyrowand nach der anderen in die Luft. Die Songs waren u.a. "War of the Gods", "Runes to My Memory", "Death in Fire", "The Pursuit of Vikings", "Cry of the Black Birds", "Victorious March" "Guardians of Asgaard" und "Twilight of the Thunder God". Die Massen waren begeistert und ich auch!