Summer Breeze 2007

  • Datum: 16. bis 18. August 2007
  • Ort: Dinkelsbühl
  • Besucher: 20000

Da hatte man uns noch einigermaßen passables Wetter vorhergesagt - doch schon am ersten Morgen hatte es geschüttet wie aus Kübeln in Dinkelsbühl, jenem kleinen Ort in Franken, der vom 16. bis 18. August 2007 nun schon das zweite Mal das Summer Breeze Open Air beheimaten sollte. Nachdem man den neuen Veranstaltungsort schon im letzten Jahr ausreichend erproben konnte, begegneten die Festivalbesucher dieses Jahr recht souverän agierenden und gut ausgerüsteten Veranstaltern, die mit Traktoren und Quads selbst der verschlammtesten Fahrrinne noch Herr werden konnten. So viel Glück hatten nicht alle: So manche Karre blieb in dem total zerfurchten Campinggelände liegen und musste von einem Traktor buchstäblich "aus dem Dreck" gezogen werden. Unglücklich gestaltete sich jedoch auch das Einchecken: Denn während am Vortag des Festivals, dem 15.8., noch am gesamten Eingang Autos eingelassen wurden, verengten die Veranstalter die Einlassspur ausgerechnet am 16., am Hauptanreisetag, auf eine Spur. Das Resultat war ein kilometerlanger Stau, der mindestens ebensoviel Zeit wie Nerven kostete. Die Gründe für dieses mehr als unangemessene Einlass-Prozedere mag verstehen, wer will...

Aber gut, aller Anfang ist schwer. Da sowohl Eiko, als auch meine Wenigkeit stundenlang im Stau gestanden und dadurch alle vorausgegangenen Bands verpasst hatten, waren Immolation genau das Richtige, um sich den Stau-Frust von der Seele zu knüppeln. Der Vierer um Ross Dolan bemühte sich - trotz schwierigen Wetters - von der ersten Minute an, schreddernden Ami-Death unter die Menge zu jubeln. Dass sich schon nach den ersten paar Liedern die ersten Leute im Schlamm kloppten, durfte sich die Band wohl als Orden an die Brust stecken - wenngleich der Rest der Menge noch recht verhalten reagierte. Dennoch waren Immolation um Stimmung und um ein vielfältiges Programm bemüht: Über „Despondent Souls" (vom Demo '91) und „Christ's Cage" aus dem Jahre 1996 spielten sie sich bis in die unmittelbare Gegenwart, denn mit dem Titel „World of Agony" war sogar ein Lied vom neuen, frisch veröffentlichten Album „Shadows in the Light" vertreten. So verließ das Quartett aus New York nach einer guten halben Stunde verschwitzt, aber sichtlich zufrieden die Bühne. Maxi

Zu einer Runde Symphonic-Bombast luden kurz darauf After Forever ein. Nachdem Nightwish zunächst durch den Weggang Tarja Turuunens in der Versenkung verschwanden und nun mit einer Sängerin zurückkehrten, deren Stimme noch recht gewöhnungsbedürftig ist, bemühen sich After Forever aus Holland schon seit Jahren, die Lücke zu füllen. Spätestens seit Evanescence wissen wir jedoch auch, dass eine gute CD-Stimme noch lange keine gute Live-Stimme sein muss. Nicht so bei After Forever: Sängerin Floor Jansen bewies stimmlich nicht nur beste Live-Qualitäten, sondern wechselte sich auch gut mit den Grunts von Gitarrist Sander Gommans ab. Und gegen Ende der Vorstellung gab es sogar noch eine kleine Überraschung: Denn da zauberte Sängerin Floor plötzlich Doro Pesch auf die Bühne, um gemeinsam ein Duett zu singen, das es in sich hatte. Doro, offenbar sehr angetan von der Band, sah sich fortan die weitere Show vom Bühnenrand aus an, bis After Forever schließlich die Bühne für die nachfolgenden Bands räumten. Maxi

Pünktlich um 19 Uhr trat dann Doro vor ein deutlich gewachsenes Publikum. Als Galionsfigur des Female Heavy Metals brauchte Doro eigentlich nicht viel tun, um gut anzukommen. Denn auch hier fand die bewährte Mischung aus Frauenpower, einfach gestrickten Botschaften und Heavy Metal-Gehabe reißenden Absatz. Die linke Hand regelrecht in der "Pommesforke"-Stellung eingefroren röhrte Doro sich quer durch die eigene Diskografie: Von alten Warlock-Titeln wie "Burning the Witches" oder "All We Are" gab es bis zu neueren Liedern wie "Above the Ashes" nichts zu monieren. Natürlich durfte auch Doros persönliche Widmung an ihre Fans, "You're My Family", nicht fehlen. Den Höhepunkt bildete jedoch das Judas Priest-Cover "Breaking the Law": "Wir wollen uns damit bei den Priest'lern bedanken, dass sie uns am Anfang der Karriere so viel geholfen haben", so Doro wörtlich. Wenngleich ich persönlich Auftreten und Auftritt nicht viel abgewinnen konnte, vermochte Doro es, viele zu begeistern und für eine Menge guter Laune zu sorgen. Maxi

Währenddessen warteten drüben, auf der Pain Stage, schon Suffocation darauf, den Laden in die Luft gehen zu lassen. Passend zum Sonnenuntergang beschwor die Brutal Death-Truppe auch gleich den Weltuntergang herauf. Obwohl ich eher ein Freund von Todesblei skandinavischer Prägung bin, machte der Fünfer aus Long Island, New York, von der ersten Minute an Spaß: Mit seiner geisteskranken Gestik und Mimik konnte Glatzkopf Frank Mullen von Titel zu Titel mehr und mehr Köpfe zum Rotieren bringen, und auch der Rest der Band ging ab wie Schmidts tollwütige Katze. Angenehm war jedoch nicht nur die sichtliche Spielfreude der Band, sondern auch die Tatsache, dass Suffocation auch ohne das übliche, gekünstelt böse Gehabe so mancher Genrekollegen auskamen. Stattdessen bemühte sich Mullen um Unterhaltung und gab in den Pausen zwischen den Songs auch kleinere Rückblicke in die Bandgeschichte. Die wurde dann auch prompt weitergeschrieben, denn neben Altbekanntem hatten Suffocation auch einen neuen Track am Start, der durchaus Lust auf das kommende Album machte. Maxi

Mit dem letzten Licht des Tages enterten Nevermore die Bühne. Bei diesem allerersten Auftritt auf dem Summer Breeze kamen die Headliner ohne viel Bühnendesign aus, sondern begnügten sich mit kübelweise von Kunstnebel und rot-gelber Lichtshow (eine helle Freude für jeden Fotografen, der sich nach einem scharfen Bild sehnt...). Das reichte auch schon: Mit nur geringem Aufwand boten Nevermore eine mächtige Show, die vor allem von der Präsenz und dem Charisma von Sänger Warrel Dane lebte, der in Jeans und Schirmmütze mal Pirouetten und Sprünge über die Bühne drehte, dann wieder sehr gefühlvoll intonierte. Auch gaben Nevermore mit Titeln von den Scheiben Enemies of Reality, Dreaming Neon Black und This Godless Endeavour einen guten musikalischen Querschnitt und brachten auch seltener gespielte Songs wie das mächtige „Deconstruction" glanzvoll über die Bühne. Trotz der einsetzenden Kälte dankte es ihnen der Mob vor der Bühne und ließ sich gern mitreißen. Maxi

Dass der Mittelalter-Industrial-Kader von Tanzwut Feierei verheißt, weiß mittlerweile jedes Kind. Insofern war es nicht weiter verwunderlich, dass sich schon lange vor dem eigentlichen Auftritt ein immer größer werdender Mob vor der Pain Stage sammelte, die schon mit allerhand eigenartigen Instrumentarien vollgestellt war. Unter „Tanzwut"-Rufen und mit deutlicher Verspätung enterten schließlich der Teufel und der Rest der Band die Stage, um mit einer verrockten Version von Bachs Toccata ein großartiges Live-Konzert zu eröffnen. „Wir haben gestern leider etwas länger gemacht, drum muss es heute so weitergehen", verkündete der Teufel - und zog alle Register: Neben Live-Krachern wie „Schattenreiter", „Lügner" oder „Bitte, bitte" boten Tanzwut eine gigantische Show mit leuchtenden Gitarren und einer Menge skurrilem Gepose. Die Menge unten nahm die Band begeistert auf; trotz der knappen Zeit färbte die furiose Spielfreude und Partytauglichkeit der Band sichtlich auf das Publikum ab, das besonders in den vorderen Rängen permanent in Bewegung war und röhrend mitsang. Schade nur, dass der Spaß nur recht kurz währte: „Nun müssen wir leider zum Biere schreiten", verkündete die Band nach einer halben Stunde, und übergab ein bestens aufgewärmtes Publikum an die Main Stage. Maxi

Respekt, Amon Amarth sind wirklich groß geworden. Somit kamen sie am Donnerstag zu Headliner-Ehren. Um diese gebührend zu zelebrieren, kam heuer das neue Bühnenbild der Freizeitwikinger zum Einsatz. Palisadenzäune im Hintergrund sowie ein riesiges Wikingerschiff welches sogar Feuer spucken konnte. Ein durchaus beeindruckender Anblick. Weit weniger beeindruckend war der Sound. Matschig, wummerig und undifferenziert floss hier eine Death Metal-Soundpampe aus der PA die, es den zahlreich vor der Bühne drängelnden Fans fast unmöglich machte, einzelne Songs herauszuhören. Zwar zog sich der Mischer nach einigen Songs die Boxhandschuhe wieder aus, in den Griff bekam er das Problem allerdings nicht. Somit knallten auch Klassiker wie „Pursuit of Vikings" oder „Death in Fire" nicht wirklich. Schade. Eiko

Kurz nach Geisterstunde und komplett in kalt-blauem Licht betraten schließlich die Österreicher Dornenreich die Bühne, um zu später Stunde den noch verbliebenen Zuschauern ihre avantgardistische und sehr poetische Interpretation von Black Metal zu präsentieren, und das nach einer Vielzahl von unplugged-Touren auch einmal wieder als Metal-Besetzung. Zugegeben, über die Setlist habe ich nicht schlecht gestaunt: Eingerahmt vom Titel „Trauerbrandung", einmal am Anfang und einmal am Ende des Konzertes, spielte die Band ausschließlich das „Her von welken Nächten"-Album - das meines Erachtens beste der Band! Dass Dornenreich dennoch meine Enttäuschung des Tages wurden, war maßgeblich Instrumentierung und Soundtechnik zuzuschreiben. Angetreten war die Band mit Gitarrist und Vokalist Eviga, Geiger Inve sowie einem Bassisten und einem Opernsänger. Dass die Keyboards ganz offensichtlich aus der Konserve kamen, mochte da vielleicht stutzig machen, war aber noch zu verschmerzen. Viel ärgerlicher war, dass man die Geige besonders in den ersten Stücken überhaupt nicht hören konnte und damit wertvolle Kompositionsteile einfach ausfielen. Auch der mitgebrachte Opernsänger für die clean Vocals entpuppte sich als Katastrophe. Nicht nur, dass er stimmlich überhaupt nicht zum Rest passte: Offensichtlich konnte der Gute sich selbst nicht richtig hören und verfehlte die Tonlage, so dass er oft einen Halbton neben der Spur lag! Auch Eviga konnte sich, auf Grund der Tatsache, dass er parallel noch ein Instrument spielte, nicht ganz jene kranken und vielfältigen Vocals hervorbringen, welche Dornenreich damals auf „Her von welken Nächten" so eindrucksvoll für mich machten. Zwar verbesserten sich einige Probleme im Sound später, den bereits tief getrübten Gesamteindruck konnte das allerdings nicht viel verbessern. Bis man wieder alte Qualität erreicht, muss man sich offenbar erst wieder daran gewöhnen, als Metal-Formation und nicht unplugged unterwegs zu sein. Maxi

Nightrage im Partyzelt. Dieses war zu vorgerückter Stunde immer noch ordentlich gefüllt. Genau wie ein Großteil der Anwesenden. Aus diesem Grunde behaupte ich mal, dass kaum einer der Anwesenden mit dem Material der SchwedenGriechen vertraut war und nur aus alkoholbedingten Gründen extremitätenschwingend vor der Bühne eine Sohle aufs Parkett legte. Spektakulär war's nicht, Blick und Ohrfang war lediglich Gitarrist Marius und seine beeindruckende Spieltechnik. Ansonsten blieben die Melodic Deather eher blass. Eiko

Freitag, 17.08.2007

Nachdem manche in der letzten Nacht noch bis vier Uhr aufgewesen waren, um Nightrage, Fall of Serenity und War From a Harlot's Mouth zu sehen, waren die Gesichter noch recht müde, als um 12 Uhr Eluveitie zu einem späten Mosh in den Morgen einluden. Das Problem mit der Müdigkeit gab sich jedoch recht schnell, trieben die Schweizer mit ihrem Crossover-Bastard aus keltischer Musik und Death Metal doch flugs den Schlaf aus den Knochen und den Kater aus dem Schädel. Sänger und Frontmann Chrigel, schlammverschmiert, als sei er in eine der vielen Pfützen gefallen, brachte mit seiner herzlichen, oftmals atemlosen Animation trotz der frühen Uhrzeit eine beachtliche Menge Matten zum Kreisen und hatte stets den Finger am Puls des überraschend großen Publikums: Als ihm die Lautstärke eine Gröl-Tests nicht gefiel, reichte schon ein „In den Niederlanden sind sie lauter!", um der Menge die gewünschte Lärm-Intensität abzunötigen. Der Mann weiß eben, wie man uns ärgert. Als kleine „Entschädigung" gab's dann - neben vielen Liedern vom vergangenen Album „Spirit" - auch einen Titel vom im Dezember erscheinenden Album „Slania", auf erneut die weiblichen Vocals von Sängerin Anna stärker zum Einsatz kommen werden. Trotz intensiver „Zugabe"-Rufe konnten Eluveitie nach einer furiosen halben Stunde jedoch keine weiteren Songs mehr nachliefern, da auf der Pain Stage schon die nächste Band in den Startlöchern saß. Maxi

Dort warteten nämlich schon Koldbrann aus dem frostigen Norwegen. Die vier genretypisch angepinselten und vernieteten Herren präsentierten räudigen Black'n'Roll. Zwischen dem üblichen Gepose und lächerlich bösem Getue bediente sich Sänger Mannevond reichlich an seiner Pulle Beck's Gold, welche wohl auch die Ursache für seinen permanent zornigen Blick gewesen sein dürfte (täte man mir solche Plörre hinstellen, ich würde wahrscheinlich genauso gucken). Falls Koldbrann überhaupt einen Funken in Petto hatten, der überspringen könnte - er tat ihnen nicht den Gefallen: Nach einer unspektakulären Show und sehr verhaltenen Reaktionen aus dem Publikum zog man wieder von dannen, um sich den Schmutz aus dem Gesicht zu waschen. Maxi

Das schmeckte dann doch schon besser: Als die dänischen Illdisposed die Bühne betraten, hatte sich unten schon bedeutend mehr Volk versammelt. Mittlerweile ist die Band in weiten Kreisen bekannt für ihre sinnfreien Ansagen. Und die kamen auch: In seinem stellenweise etwas verqueren, aber gerade dadurch so ulkigen Deutsch führte Sänger Bo durch ein Programm zwischen bretterndem Death Metal und genitalfixiertem Humor. Dass darüber hinaus auch das Publikum ordentlich mitmachte und einen heftigen Moshpit vor der Main Stage anzettelte, gefiel ihm umso mehr. Nachdem die Menge zu „Now We're History" ordentlich mitgemacht hatte, tat er fröhlich kund: „Das war schön. Meine Titte war erigiert." Auch an marktwirtschaftlichen Zaubertricks versuchte sich Bo erfolgreich: Indem er es in seiner Hose rieb und danach ins Publikum schnipste, steigerte er - laut eigenen Angaben - den Wert eines eben gefundenen Plektrums von 1€ auf ganze 5€. So unterhielten Illdisposed nicht nur musikalisch, sondern auch kommunikativ, und durften sich nach einer halben Stunde Spielzeit sichtlich zufrieden mit ihrer Leistung ins Backstage zum Bierchen zurückziehen. Maxi

Einer Band wie Disillusion - wo ein Teil der Songs die 10 Minutengrenze deutlich überschreitet - eine halbe Stunde Spielzeit zu gewähren, grenzt an Demütigung. Aber so scheint das auf Festivals nunmal zu laufen. Die Leipziger versuchten das Beste aus der Situation zu machen, auch wenn überlange Tracks wie „Back to Times of Splendor" leider über die Klinge springen mussten. Wirklich zugänglich waren aber auch die Songs nicht, die zum Zuge kamen (wie das großartige „Alone I Stand in Fires"), und der Sound war auch mal wieder nicht wirklich druckvoll. Auch schienen die Fans ihre Kraft für Bolt Thrower sparen zu wollen. Eiko

Rammstein für Arme. Eisbrecher marschierten auf die Bühne und zogen erstaunlich viele Mädels vor dieselbe. Ich fand das Ganze zu vorhersehbar, wenn auch durchaus gefällig vorgetragen. Aber Knallen ist was anderes. Hier flogen definitiv nicht die Löcher aus dem Käse. Eiko

Auf Sirenia war ich von Anfang an ziemlich gespannt: Bislang kannte ich nur das opulente Debütalbum der „Ersatzband" von Morten Veland, nachdem dieser 2001 unglücklich bei Tristania ausgeschieden war. Seitdem hatte sich bei Sirenia - ausgenommen von Morten selbst - das Personalkarussel gehörig gedreht. Insofern war ich sehr gespannt, wie die Band sich in der Zwischenzeit entwickelt hat.

Die Antwort muss lauten: Enttäuschend. Sowohl die Keyboards, als auch der Chor und sogar die Basslines kamen aus der Konserve und wurden über Playback eingespielt, so dass gerade einmal drei popelige Figuren auf der Bühne standen. Das alles wäre noch halb so schlimm gewesen, wäre da nicht jene Schreckschraube von einer Frontfrau gewesen, die durch und durch hilflos herüberkam: Künstlich und uninspiriert wedelte sie auf der Bühne herum und quietschte die (entsprechend gelangweilten) Zuschauer an, sie sollten doch mitmachen - Bemühungen, welche sie nach einem total misslungenen Mitsing-Versuch und absoluter Stille von Seiten des Publikums bald einstellte. Der Einwurf eines neben mir Stehenden, man habe es da wohl mit einer Art „kleiner Doro" zu tun, passte wie die Faust aufs Auge. Auch die Setlist wurde stark dominiert von den schwachen, neueren Sirenia-Titeln, während ältere Titel wie etwa „Meridian" eher Mangelware waren. So vermochten es Sirenia bis zum Schluss nicht, das Ruder irgendwie noch herumzureißen. Maxi

Raise your fucking horns! Die Stockholmer Necrophobic zeigten wieder mal, wie's geht. Grimmigen Blickes feuerten sie ein Best-of-Programm in die gierige Menge (unter anderem das göttliche „Nocturnal Silence") und fanden sogar noch Zeit und Muße, einen neuen Song vorzustellen. Ausgezeichnet wie eigentlich immer! Eiko

Nach diesem Aufwärmer wurde es Zeit für ein echtes Schwergewicht: Bereits 2006 hatte ich recht mäßige Finntroll auf dem Wacken gesehen und war neugierig, wie sich die Band in der Zwischenzeit - und nach Release des neuen Albums „Ur Jordens Djup" - entwickelt hat. Der neue Sänger, Matthias „Vreth" Lilmans, scheint sich jedenfalls schon mehr an Auftritte vor großen Mengen gewöhnt zu haben, hat aber seit 2006 seine Vorliebe für Herrenröcke nicht abgelegt. Die Fell-und-Leder-Zeiten sind bei Finntroll jedenfalls längst vorbei. Soviel zu den Oberflächlichkeiten. Und der eigentlicheAuftritt?

Zugegeben, Finntroll selbst waren eigentlich recht verhalten, um nicht zu sagen: Lahmarschig. Wenn Lilmans grimmig in Richtung der untergehenden Sonne blickte und Plattitüden wie „Argh, fuck the sun!" vom Stapel ließ, fühlte man sich fast versucht ihm zuzurufen: „Du verdammter Depp, sei doch froh, dass es nicht schon wieder regnet!" Was diesen Auftritt so besonders machte, waren eigentlich die Fans. Kaum, dass die ersten folkigeren Töne das Trommelfell erreichten, brach das Chaos aus: Über eine Stunde lang entwickelten sich zusätzlich zu dem großen Moshpit vor der Main Stage noch bis in Reihe 50 (sic!) überall spontane, kleine Moshpits. Vor Crowdsurfern konnte man sich kaum retten, was den ein oder anderen schon nervte, der das eigentliche Konzert sehen wollte. Besonders viel gab es da allerdings nicht zu sehen, denn die Band selbst tat nicht viel mehr, als ihre besten Nummern vom Stapel zu lassen: Zwischen alten Nummern von „Jaktens Tid" über das unvermeidliche „Trollhammaren" bis zum großen Finale, „En Mäktik Har" vom neuen Album, war wirklich alles vorhanden, was die Masse von Troll-Sympathisanten zur Raserei treiben konnte. Mehr, als ihre Lieder zu spielen, tat und musste die Band allerdings auch nicht. Dafür hatte sie ein großartiges Publikum, das selbst nach einer ganzen Stunde den Hals noch nicht voll genug bekommen konnte; leider konnte die Band den lauten "Zugabe"-Chören wegen des straffen Zeitplans jedoch nicht Folge leisten. Maxi

Und dann wurde es ernst. Einer der seltenen Open Air Gigs von Bolt Thrower stand an und für nicht wenige Fans waren sie die wahren Headliner des Festivals. Dementsprechend euphorisch war der Empfang, und Bolt Thrower zahlten es mit einer denkwürdigen Show zurück. Leider war der Sound mal wieder bei Weitem nicht so beeindruckend wie die Lightshow. Eine Sache an der die Veranstalter bis nächstes Jahr unbedingt arbeiten sollten. Letztlich tat das aber der Stimmung keinen Abbruch, zwei eigens aus Rumänien angereiste Fans, die Bolt Thrower zum ersten mal sahen, hatten sogar Mühe, die Tränen zurückzuhalten, als Bolt Thrower ein Medley aus „World Eater" und dem mächtigen „Cenotaph" anstimmten... Eiko

Da meine persönlichen Kracher bislang eindeutig die folkigen Bands gewesen waren, freute ich mich richtiggehend auf In Extremo, die nun nach Einbruch der Dunkelheit den Spielmannsfluch unter ein dicht gedrängtes Main Stage-Publikum jubeln sollten. Besonders Sänger „Das letzte Einhorn" zeigte sich an Frontmann mit vielen Häuten: Fast für jedes Lied warf er sich schnell in eine neue Robe, seien es die Mönchskutte für das „Wessebronner Gebet" oder der bare Oberkörper für das Finale, für welches auch Drummer „Der Morgenstern" gern noch einmal seine Sticks anzündete, um so erleuchtet das lang erwartete „Vollmond" zu trommeln.

Alles in Allem blieb für Freunde der neueren InEx absolut nichts zu meckern. Einziges Problem bei der Sache: Es soll ja (gerüchteweise) auch Leute geben, die sich überhaupt nicht mit dem anfreunden können, was das Septett zur Zeit treibt. Und eben jene Freunde von In Extremos älteren Titeln dürften maßlos enttäuscht vom Platz geschlichen sein, präsentierte die Band doch fast ausschließlich Titel des „Mein rasend Herz"-Albums (2005). Deutlich mehr Abwechslung und weniger Verleugnung der eigenen Vergangenheit wären hier definitiv am Platz gewesen. Maxi

Die ganz Hartgesottenen zog es dann noch in bereits erwähntes Partyzelt. Dort konnten die Pagan-Folk Metaller von Black Messiah mehr als nur einen Achtungserfolg erzielen. Lag wohl auch daran, dass sich das „Sauflied" oder „Die Sühne des Feuerbringers" auch mit geschätzten drei Promille noch mitgrölen lassen. Eiko

Mitgrölen konnte dann bei Squealer A.D. keiner. Die Band hat sich ja bekanntermaßen von Sänger Gus Chambers getrennt und stellte mit diesem Auftritt den Nachfolger vor. Ich war nie großer Squealer-Fan, und auch der neue Mann und die alten Songs werden daran nix ändern. Ein Großteil der Zeltbesucher sah das übrigens ähnlich und verzog sich an die Bierstände.

Eiko

 

Samstag, 18.08.2007

Helrunar noch vor dem Zähneputzen - das sprengte auch so den Plaque von den Zähnen! ;-) Gleich zu anfangs stellte Fronter Draugir jedoch noch klar: „Wir haben wenig Zeit, daher keine langen Ansagen." Damit konnte das schon recht zahlreiche Publikum jedoch leben, denn Helrunar kamen nicht nur gut an, sondern schienen selbst eine Menge Spaß am eigenen Auftritt zu haben. Schon früh röhrte eine beträchtliche Zahl von Frühaufstehern den Text mit, als Draugir „Älter als das Kreuz" intonierte. Sogar einen Titel vom kommenden Album warfen Helrunar in die Runde, um neugierig auf das Kommende zu machen. Und mit dem Titel „Dreifach Dorn" fand die Band einen wuchtigen Abschluss, der sogar „Zugabe"-Rufe laut werden ließ, die jedoch - wie üblich - nicht erfüllt werden konnten. Maxi

Maroon-Fronter Andre Moraweck muss wohl auf dem Weg zur Bühne über seine eigenen Gehwerkzeuge gestolpert sein, anders ließ sich sein ganzkörper-Schlammtattoo nicht erklären. Machte optisch aber Einiges her. Auch akustisch machten Maroon den Anwesenden Beine, bot man doch einen repräsentativen Querschnitt des Schaffens der Nordhausener und legte sogar noch ein neues Stück mit drauf. Die zahlreichen Fans dankten es mit einigen recht amtlichen Circle Pits. Eiko

Rock´n´Roll! Und zwar Kickass R´n´R! Optisch ein Mötley Crüe-Verschnitt kickten die Schweden-Rocker von Hardcore Superstar doch erheblich mehr Ass als die Rentner-Band aus L.A. Auch wenn der Gitarrist seine Arbeitsgeräte genauso oft wechselte wie Mick Mars. Sei's drum, Hardcore Superstar waren genau die Abwechselung, die gebraucht wurde. War ein herrliches Bild wie manch hartgesottener Death Metaller entschlossen das Tanzbein schwang. Eiko

Etwas ruhiger und elegischer ging's dann schon wieder bei Xandria zu. Bislang kannte ich die Band nur von ihrem 2001er Debüt „Kill the Sun" und habe sie danach aus den Augen verloren. Insofern ein Wiedersehen mit „Alten Bekannten" möchte man meinen. In der Tat haben sich Xandria in der Zwischenzeit sehr gemacht und fügten auch diesmal der bewährten Mischung aus „liebliches Geträller meets Gitarren" ihre eigene Interpretation hinzu. Sängerin Lisa überzeugte mit einer guten Stimme, die auch live ihr ganzes Potential entfaltet und von zart bis hart vieles hinbekommt. Zu dem Lied „Snow-White" packte sie sogar einmal weibliche Grunts aus (!), die nicht nur überraschten, sondern auch gar nicht so übel waren - eine Option für künftige Alben? Doch auch sonst konnten Xandria mit wenig Aufwand viel Effekt erzielen: Dazu packte Sängerin Lisa auch gern einmal ein Märchenbuch aus, um eine kurze Passage vorzulesen, oder forderte direkt Leute zum Klatschen auf („Du da!"). Das Publikum dankte es der Band überschwänglich und machte prima mit, so dass auch die Band selbst eine Menge Spaß zu haben schien. Dass die Keyboards auch hier einmal wieder nicht live gespielt wurden, sondern aus der Büchse kamen, schien da keinen sehr zu stören. Nach einer Dreiviertelstunde, keinem bisschen Langeweile und dem unvermeidlichen „Ravenheart" verabschiedeten sich Lisa und Kumpanen mit überschwänglichem Dank und Kusshänden. Maxi

Siebzehn Uhr Zwanzig, eine brechend volle Main Stage und vier Reiter stehen bereit! Die Apokalyptischen Reiter genießen nicht nur den Ruf, eine exzellente Live-Band zu sein - ich habe noch nie derart geniale Gigs erlebt, wie bei den Reitern.

Mit „Friede sei mit dir" eröffnet der Vierer ein furioses Konzert, das schon zu Anfangs eine Menge Spaß bringt: Auf Dr. Pests Käfig sitzend entdeckt Fuchs eine der vielen Crowdsurferinnen, die gerade auf den Händen des Publikums in Richtung Fotograben wandert. „Was kommt denn da angeflogen? Gebt mir das mal her!" Das Mädel darf auf die Bühne kommen und wird von Fuchs willkommen geheißen: „Auch du bist ein Kind der Revolution!" Eine Reiter-Flagge schwenkend singt Fuchs sie zu "Revolution" an, bis das Lied vorbei und das Mädchen offenbar zum Gehen gewillt ist. Fuchs: „Hast Pech, musst hier bleiben." Sicher, sie darf gehen: In den Käfig zu Dr. Pest! Dort wird sie angekettet, während das Scheusal zusammen mit dem Rest der Band das nächste Lied anstimmt. Danach darf Dr. Pest auch einmal Auslauf haben: Zu „Iron Fist" geifert er hungrig über die Bühne schwingt bedrohlich die Peitsche, findet jedoch diesmal noch keine Opfer, bevor er in den Käfig zurückkehrt.

Es folgt eines der liebgewonnenen Trommel-Interludien und „We Will Never Die", zunächst auf Akustik-Gitarre zum Mitsingen. Mitten im Lied passiert es: Dr. Pest bricht aus und peitscht Fuchs über die Bühne! Mit Mühe gelingt es der Band, ihn wieder einzusperren. Auf diesen Schock hin bekommt das Publikum erst einmal etwas zum Spielen: Die Reiter donnern die bewährten Gummi-Gymnastikbälle in die Menge, die fortan über den Köpfen tanzen und zusammen mit den Unmengen von Crowdsurfern zur permanenten Luftbelästigung beitragen.

Mittlerweile wird es immer voller auf der Bühne: Denn zusammen mit ein paar anderen ist auch ein Kerl im Schottenrock auf die Bühne gekommen, der es sich nicht nehmen lässt, der Menge sein weißes Hinterteil zu präsentieren. Fuchs fühlt sich an ein Lied der Band erinnert und lacht zustimmend: „Dir scheint wirklich die Sonne aus dem Arsch!" Zu einer Akkordeon-Melodie holt der Sänger nun zwei Deutsche und zwei Australier auf die Bühne - weiß der Geier wo er die aufgetrieben hat. Beide Mannschaften bekommen „zwei gewaltige Schlachtschiffe" zugewiesen - zwei Schlauchboote aus Gummi. Während die Band „Reitermania" anstimmt und damit endgültig die Reihen zum Kochen bringt, reisen die Schlauchboote über die Köpfe der Menge bis nach hinten zur Rolli-Bühne und zurück. Australien gewinnt das Rennen souverän mit einem ordentlichen Vorsprung. In der Zwischenzeit sind sowohl der Luftraum, als auch der Boden ein einziges, freudiges Chaos geworden, und das steigert sich noch, als Fuchs den letzten Titel ankündigt.

Die Bühne wird regelrecht von Leuten gestürmt, der Schotte wird endgültig seinen Rock los und wirbelt ihn - nun komplett „unten ohne" - im Takt über dem Kopf. Mit überschwänglichem Dank verabschiedet sich die Band danach und muss die vielen Zugabe-Forderungen leider unerfüllt lassen. Die Roadies und Bühnenmitarbeiter dürften allerdings nicht besonders glücklich über den Gig gewesen sein: Denn der feierfreudige Mob auf der Bühne schien selbst nach dem Ende noch lange nicht gewillt zu sein, zu gehen... Maxi

Nach so viel Bombast durfte es auch mal wieder etwas schlichter zugehen. Da kamen Tankard manchem genau Recht. Obwohl die Band, insbesondere Plauzenträger und Frontklops „Gerre", als wandelndes Alkoholproblem bekannt sind, erschien das Thrash-Urgestein erstaunlich nüchtern auf der Bühne. Besonders nüchtern war jedoch auch die Einschätzung, warum Tankard - obwohl mittlerweile das dritte Mal schon auf dem Summer Breeze - immer nur auf der kleinen Stage spielen dürften: „Man kann's ja auch verstehen, wir sind halt eine sehr schmale Band", erklärt Gerre, reibt sich sein „Bäuchlein" und kramt gleich ein paar Tankard-Klassiker raus. „Zombie Attack" bringt nicht nur die Fans der Band, sondern auch Gerre selbst in Bewegung: Das Dickerchen kreiselt über die Bühne und rast energisch von einer Ecke in die nächste, während Bassist Frank den Fotograben erkundet und mich dabei fast über sein Stromkabel stolpern lässt. Beim dritten Lied gibt's für Gerre das erste „on-stage-Bier", im Lied wird weitergetrunken und die Braunglasflasche mindestens ebenso liebevoll gehalten wie das Mikro. Im vierten Lied fliegt der erste BH, welcher zuerst Gerres Kopf ziert, dann in seine Hose wandert und nur eine Minute später auf dem Mikro-Ständer Platz findet, wo er für den Rest der Vorstellung als Bühnendekoration dient. Mittlerweile hat man sich auch durch „Empty Tankard" gespielt und gibt der feiernden Meute mit der Tankard-Hymne schlechthin, „Die With a Beer in Your Hand", den Rest. Zum Abschluss gibt es ein Küsschen für den Gitarristen und einen Abgang ins Backstage, um dort zu trinken - was sonst. Dürfen sie ja auch, denn mit diesem Auftritt gratulierten Tankard nicht nur dem Summer Breeze zum zehnjährigen Bestehen, sondern auch der eigenen Band, dieses Jahr ebenfalls ihren Zehnten feiert. Prost! Maxi

Der graue, futuristisch anmutende Bühnenaufbau ließ schon erahnen, wer nun das Sagen haben würde: Dark Tranquillity rockten für ganze 60 Minuten die Main Stage. Als eine der wenigen Bands auf dem Summer Breeze hatten Dark Tranquillity auch einen Keyboarder aus Fleisch und Blut auf der Bühne, der nicht nur Tasten drückte, sondern zwischenzeitlich auch noch Kraft und Zeit für Headbanging und eine Kippe fand. Damit waren Dark Tranquillity den vielen vorausgegangenen "Konserven-Bands" ohne echten Keyboarder deutlich voraus (wenngleich mir zwischenzeitlich der Verdacht kam, der Bass sei ein Playback - eine Vermutung, die ich bis zum Schluss weder bestätigen, noch ausräumen konnte). Wie auch immer, die Band riss mit; Frontschreihals Michael Stanne hatte einen schier unerschöpflichen Vorrat an guter Laune mit dabei und stieß beim Publikum schnell auf Gegenliebe: Fans und Band schienen gleichermaßen einen höllischen Spaß aneinander zu haben, was sowohl das Lob Stannes ans Publikum, als auch die Unmengen von Händen und Crowdsufern deutlich machten. Das ging sogar soweit, dass selbst Sänger Stanne sich gegen Ende zu einem Hechtsprung auf die Hände des Publikums verleiten ließ, wo er obenauf liegend weitersang. Das wenig geliebte "Character"-Album beflissentlich mit nur einem Lied abhakend, spielte sich die Band mit Tracks wie "Focus Shift" und "The Lesser Faith" vor allem durch das neue Album "Fiction" sowie durch die 2003er Langrille "Damage Done". Nachdem Dark Tranquillity bereits 2005 einmal dagewesen waren, dürfte sich die Band mit diesem Konzert nicht nur viele neue Freunde, sondern auch einen bleibenden Eindruck unter der Fangemeinde des Summer Breeze erspielt haben. Maxi

Das große Finale leiteten schließlich Pain ein, die - namensgemäß - die Pain Stage beackerten. Ursprünglich ein Soloprojekt von Hypocrisys Sänger und Gitarrist Peter Tägtgren ist die Band bislang immer an mir vorbeigegangen. Umso überraschter war ich, welch furiosen Auftritt das Industrial Metal-Projekt hinlegte. In rotes Licht getaucht starteten Tägtgren und seine (Live-)Mitstreiter zu "Same Old Song" durch und gaben dem Publikum des Summer Breeze buchstäblich den Rest. Neben einer astreinen Lichtshow, der interessanten Verquickung von elektronischen Elementen mit Gitarren und Tägtgrens einzigartiger Stimme, die er bei Pain sogar überwiegend für saubere Vocals einsetzt, beeindruckte auch der Gleichgewichtssinn des Lead-Gitarristen, dem es überhaupt nichts auszumachen schien, gleichzeitig zu spielen, zu bangen und sich dabei wie ein Wirbelwind um die eigene Achse zu drehen. Pain waren der perfekte Schlussstrich unter den letzten Tag des Summer Breeze - musikalisch wie optisch. Maxi

Das endgültige Ende des Festivals läuteten jedoch diesmal keine Bands ein, sondern ein fulminantes Feuerwerk. Zum zehnjährigen Bestehen des Summer Breeze hatte die Festival-Orga mit Sicherheit einige Tausender in das Raketenspektakel gesteckt, welches fast nahtlos an den letzten Ton von Pain anknüpfte. In den sicher 15-20 Minuten Feuerwerk wurden regelrechte Feuerbäume in den Himmel gemalt, immer größere Kaskaden von farbigen Explosionen abgeschossen, bevor ein lautes Finale den Himmel endgültig den Rauchschwaden überließ.

Den Rest kennt man: Waten über noch einigermaßen verschlammtes Campinggelände, morgens packen, ab zu Mäckes und das Erlebte Revue passieren lassen. Fazit jener "Endbesprechung" war für uns in jedem Falle: Das Summer Breeze 2007 hat sich rundum gelohnt. Wenn es im nächsten Jahr erneut so läuft, und dann noch das Wetter mitspielt - dann sind wir wieder dabei! :-)

Es folgen schließlich noch ein paar Impressionen des Festivals.

Maxi