Wacken Open Air 2010

  • Datum: 04.-07.08.2010
  • Ort: Wacken
  • Besucher: 75000
  • Tickets: 130 Euro + VVK

Der Dienst am Schüler hatte es mir verweht, mich bereits am Donnerstag in das Metal Mekka nach Wacken zu begeben, um meine Heroen von Mötley Crüe gebührend abzufeiern. Entsprechend habe ich natürlich auch den Altmeister des Horrors Alice Cooper und die Gentlemen von Iron Maiden verpasst.
Immerhin erwartete mich das für gewöhnlich so beschauliche Dörflein in Deutschlands Norden am Freitag Mittag mit strahlendem Sonnenschein und meine lieben Kollegen mit einem anständigen Zeltplatz in ihrer Mitte. So blieb genug Zeit zum Aufbau und Austausch erster Infos zum vergangenen Donnerstag.

Donnerstag

Ja,er war wirklich da. Alice Cooper, der Meister des Horror-Rock.Und er hat nicht nur die älteren Fans begeistert. Mit dem Gassenhauer "shools out" hat er sein seine Show begonnen und auch beendet. Sein Gig umfasste 24 songs die Einem mehr oder weniger bekannt waren wenn man kein eingefleischter Jünger war. Aber spätestens,bei "Poison" sang die ganze Gemeinde mit und jeder wußte wer auf der Bühne steht.
Die Show zog sich zwar mit der Zeit in die Länge,aber durch die theaterähnliche Vorstellung in der Alicedurch diverse Arten von Tötungsmaschinenimmer wieder umkommt war sie recht unterhaltsam und amüsant. Ein gelungender Auftritt. Stephan Attinger

Setlist Alice Cooper:

* School's Out
* No More Mr. Nice Guy
* I'm Eighteen
* Wicked Young Man
* Ballad Of Dwight Fry
* Go To Hell
* Guilty
* Cold Ethyl
* Poison
* From The Inside
* Nurse Rozetta
* Be My Lover
* Only Women Bleed
* I Never Cry
* Black Widow Jam
* Vengeance Is Mine
* Dirty Diamonds
* Billion Dollar Babies
* Killer
* I Love The Dead
* Feed My Frankenstein
* Under My Wheels
* Elected
* School's Out



Iron Maiden
Genial, wie immer! Nach dem Inferno beim letzten Wacken Gig sind IRON MAIDEN auch 2010 wieder voll dabei!
Wobei man natürlich von vornherein sagen muss, dass es nahezu unmöglich erscheint, den sensationellen Auftritt aus 2008 noch zu toppen. Mit "The Wicker Man" und "Ghost Of The Navigator" steigen Sie gekonnt ein und entfachen mit dem folgenden "Wrathchild" erste Jubelstürme, gefolgt von "El Dorado" ein neues Stück der Band! Nach den ziemlich modernen Stücken "Dance Of Death", "The Reincarnation Of Benjamin Breeg", "These Colours Don't Run", "Blood Brothers", "Wildest Dreams", "No More Lies" und "Brave New World" kommen endlich auch mal wieder die guten alten Hammer Songs: "Fear Of The Dark" und "Iron Maiden" bringen die Wacken Meute zum massen Headbangen! Als dann auch noch die Zugaben "The Number Of The Beast", "Hallowed Be Thy Name" und "Running Free" aus den Bühnenboxen knallen ist es ganz aus mit den Headbangern! Ganz Wacken ist am brüllen und am feiern!!! Es war mal wieder ein Mega Heavy Metal Gig, was die Jungs dort präsentiert haben! Wir haben nach dem Auftritt nur noch fröhliche Gesichter gesehen und unser grinsen ging auch nur im Kreis! Danke für so einen hervorragenden Abend! Holger und Jens

Setlist Iron Maiden:

* The Wicker Man
* Ghost Of The Navigator
* Wrathchild
* El Dorado
* Dance Of Death
* The Reincarnation Of Benjamin Breeg
* These Colours Don't Run
* Blood Brothers
* Wildest Dreams
* No More Lies
* Brave New World
* Fear Of The Dark
* Iron Maiden
* The Number of the Beast
* Hallowed Be Thy Name
* Running Free

Freitag

Doch um 16.45 Uhr war es Zeit für den ersten Festivalplatzbesuch. Die Berliner Cowboys von The Boss Hoss hatten sich dieses Jahr erneut angekündigt – und für alle Meckeropis sei gleich klargestellt, dass sie ohne Orchester anreisten. Ich habe die Jungs mittlerweile bestimmt ein halbes Dutzend Male gesehen und ich fand sie immer genial, egal auf großer Festivalbühne oder in gemütlicher Kneipenatmosphäre. So verwundert es nicht, dass die Countryrock Truppe auch in Wacken erneut ordentlich abräumte. Gerade mal eine Stune blieb der Band um Hits wie „Stalion Battalion“, „Rodeo Radio“ oder „Last Day (Do or Die) unter das Volk zu bringen. Darüber hinaus wurde die sehr beachtliche Fanschar vor der Bühne mit Coversongs wie „Sabotage“ oder Minitrys „Jesus built my Hotrod“ ins Schwitzen gebracht. Über der True Metal Stage strahlte die Sonne und als die versammelte Meute anfing zu springen, glaubte man fast eine Büffelherde donnere durch die Prärie. Und so konnte man einen kurzen aber unterhaltsamen Gig gebührend zu ende bringen, indem man bei „Yee Haw“ mal wieder eine Reihe junger Damen zum Tanzen auf die Bühne holte. Kein True Metal, aber trotzdem genial und der Partystimmung des Freitags sehr zuträglich! (TZ)

Aus Münster kommen Mad Max und feiern 25 jähriges.
Als wir am späten Nachmittag zur Zeltbühne schlenderten ist es heiß, das Zelt vielleicht zu einem viertel gefüllt. Das macht dem vierer um Frontmann "MIchi" Voss allerdings überhaupt nichts. Sie rockten nämlich mächtig los. Altes sowie neues Material .Fans des Achtziger Metal kamen voll auf ihre Kosten. Ein klasse Gig. Casi

Auch die Südtiroler von Frei.Wild, die mittlerweile ihr neues Album in die Startlöcher bringen, hatten 2010 ihren zweiten Auftritt in Wacken. Um 18 Uhr stürmten sie die Party Stage und feuerten gleich mal „Frei.Wild“ auf die partyhungrigen Deutschrockfans ab. Es folgten „Niemand“ und die lokalpatriotische Hymne „Südtirol“, bevor es mit „Sie hat mir nen Arschtriit gegeben“ und „Schwarz und Weiss“ richtig ans Eingemachte ging. In bester Onkelzmanier waren die Fans zum Mitgrölen eingeladen, was bei den Songs der Italiener auch nach größeren Alkoholmengen noch problemlos möglich sein dürfte. Ein bisschen prollig, aber dennoch Wacken tauglich, so präsentierte sich die Band, die ihren durchaus sehenswerten Gig mit „Das Land der Vollidioten“ und „Sieger stehen da auf, wo Verlierer liegen bleiben“ beendeten. Songs vom neuen Werk „Gegengift“ gab es leider noch nicht zu hören. (TZ)

Hackneyed standen ganz oben auf meiner „Muß ich sehen“ Liste, also Glas leer und nichts wie hin ins W.E.T. Zelt. Ab in die ersten Reihen, das intro hatte schon begonnen, um mir dann die volle Breitseite von tiefer gestimmten Gitarren in meine Fresse zu blasen!!! Opener war der Song „Axe Splatter“ wo das Publikum noch eher zurück haltender war, um dann bei „Deatholution“ im Headbang-Propeller-Mosh-Massaker die Bude abzureisen ;-) Der Sound war der Hammer, besonders wenn man bedenkt dass die Jungens und das Mädel im alter zwischen 17-19 sind. Respekt auch für den Gitarristen der auf diesem Wacken gig seinen 17 Geburtstag hatte, soviel Einsatz muß sein! Eine der Besten Bands auf dem W:O:A 2010. Dohlen

Es kamen nun die Broilers ins warme Zelt. Das Zelt zu bersten gefüllt. Diese Band scheinen viele zu kennen...Ein Mischung aus Ska -Rock mit deutschen Texten,was erst so garnicht zwischen die anderen Wacken Bands passen will entpuppt sich als witzig erfrischend. Gleich beim Opener gab es kein Halten mehr. Es wurde getanzt,gehüpft und gemosht bis der Arzt kommt. Für mich die Überraschung des Tages. Casi

Aufgrund von Programmüberschneidungen, konnte ich die englischen Thrasher von Evile nur noch zum Schluss ihres Auftritts begutachten. Dazu musste ich mich ins enge und proppenvolle W.E.T. Stage Zelt drängeln, wo mir bereits die Riffs von „Metamorphosis“ um die Ohren geblasen wurden. Das Publikum schien den Old School Thrash von der Insel zu mögen und es wurde gebangt und geschupst was das Zeug hielt. Und viel zu schnell nahte das Ende des Gigs, als Frontmann Matt Drake ans Mikro trat und sagte: „Never make love without protection. But in the end you will all….ENTER …..THE…..GRAVE!“ Damit hatte er nicht nur recht, sondern damit ging auch der Gig zu ende. Gerade mal 5 Songs hatte man unterbringen können und vor allem das Fehlen von „Bathe In Blood“ ist kaum zu verzeihen. Na ja, vielleicht beim nächsten Mal. (TZ)

Auf Voivod hatte ich mich eigentlich riesig gefreut, war dann aber doch etwas enttäuscht nach dem Gig. Entweder lag's an meiner verkaterten Grundstimmung oder die Band passt einfach nicht auf große Festival Bühnen am Nachmittag. Auch die Songauswahl tat ihr übriges. Für Wacken sicherlich die beste Wahl, den Schwerpunkt auf die alten Thrash Klassiker zu legen. Ich bevorzuge allerdings all die anderen Stile, die sie bisher aus dem Hut gezaubert haben. Der Gig war auch zu kurz für so ein vielfältiges Repertoire. So, genuch gemeckert. Holger und Jens

Sie waren mein Überraschungssieger beim RockHarz Festival 2009: die Damen und Herren von Arch Enemy. Was Amott, Gossow & Co damals aus die Bühne gebracht hatten, hatte mich regelrecht weggeblasen. Und auch in Wacken zeigten der Megaklampfer und die die blonde Schreitüte, wer in Europa den Anspruch auf den Death metal Thron anmeldet. Ein wilder Ritt durch die Jahrzehnte, bei dem allerdings die frühen jahre wieder etwas zu kurz kamen. Dennoch, Songs wie „Beast of Man“ fegten wie ein Wirbelsturm über den staubtrockenen Acker. Kein Wunder, dass die sehr ansehnliche Meute vor der Bühne in bester Death Metal Tradition feierte und bangte! (TZ)

Nachdem man mich unter körperlichen Anstrengungen in das Zirkuszelt geschleppt hatte und so dafür gesorgt hatte, dass ich den Auftritt von Grave Digger verpasste, war es um 23.15 dann endlich Zeit für Slayer. Ich muss gestehen, dass ich die Band noch nie gesehen, aber viel Schlechtes über ihre Festivalauftritte gehört hatte. Entsprechend war ich gespannt, was sich mir bieten würde. Die riesigen Marshallwände sahen zumindest viel versprechend aus, doch leider war die Soundwand beim Opener „World Painted Blood“ dann doch nicht ganz so großartig, wie die Anzahl der Boxen hätte vermuten lassen. King und Hanneman wirkten etwas dünn auf der Brust, während sich Araya tapfer durch den Songs brüllte. Leider blieben die Gitarren etwa die Hälfte des Gigs etwas dünn, was aber für meinen Geschmack der einzige echte Kritikpunkt an der Show der Bay Area Thrash Legende blieb. Die Playlist war für mein Empfinden grandios, da man neben dem neuen Album doch vor allem meine Lieblingsscheiben „South of Heaven“ und „Seasons in the Abyss“ beackerte. So wurde der grölenden und bangenden Metalmeute böses Kraftfutter der Marke „Dead Skin Mask“, „War Ensemble“, Seasons in the Abyss“, „Mendatory Suicide“ oder „South of Heaven“ um die Ohren geblasen. Doch die Freunde des ganz alten Material gingen auch nicht ganz leer aus, da das obligatorische „Raining Blood“ natürlich ebenso wenig fehlte wie „Angel of Death“. Eine bunte Mischung quer durch die besten Slayer Alben also. Und die Band strahlte tatsächlich eine gewisse Boshaftigkeit aus, auch wenn Araya hier und da mal verschmitzt lächelte und offenbar Spaß an der ganzen Veranstaltung hatte. Nach der Show meinte Slayerkenner Marcus von Blind Guardian zwar, dass die Band nur 50% gegeben habe, für eine Slayer Novize wie mich war es aber schon ein richtig guter Auftritt, der lediglich durch den stellenweise lausigen Gitarrensound getrübt wurde. (TZ)

Slayer Bericht Nummer 2: Ich als alter Slayer Fan, der diese band schon ca. 45-mal gesehen hat, war natürlich wieder einmal Feuer & flamme Slayer auf dem Wacken Open Air zu sehen. Erst recht nach dem sehr enttäuschendem Slayer auftritt vom WithFullForce 2010. Nun denn, Slayer kammen auf eine Blut Rot erleuchteten Buhne mit „world painted blood“ als opener. Sound und Lautstärke waren genau so wie man sich das auf einem Metalfestival Vorstellt, Spitzenmäßig!!! Und das aus Reihe 60 ca. ;-) Bei „Hate Worldwide“ bin ich bis Reihe 2-3 vorgedrungen wo der Sound noch viel viel fetter rüberkommt. Natürlich waren die ersten 10 reihen nichts für weichspühler: Mosh, Pogo, Headbanging vom feinsten, wie sich das für ein Slayer Konzert eben gehört. Weiter ging’s mit vielen Brechern wie z.b. „war esample“, „dead skin mask“, „raining blood“ um nur einige zu nennen. Aus meiner Sicht war das einer der Besten Slayer Auftritte in den letzten 15 Jahren ;-) Dohlen

SAMSTAG

Kiel ist ja nicht gerade als Mekka der schwermetallischen Musik bekannt. Doch mit Smoke Blow kann die norddeutsche Hafenstadt eine sehr originelle Krachcombo vorweisen. Optisch erinnerte man an eine Mischung aus Suicidal und Merauder und musikalisch versuchte man am frühen Vormittag für den passenden Frühshoppensound zu sorgen. Voller Energie raste die Truppe über die Bühne und nutzte die Spielzeit für ein buntes Potpourri ihrer besten Songs. Gerne mehr und gerne etwas später am Tag!

Nun wurde es langsam Zeit für Party-Pit taugliche Musik. Trotz dass Ektomorf nichts Originelles auf die Beine stellt, waren ziemlich viele Leute anwesend. Was braucht man auch mehr? Bier & Mosh Musik macht eben auch bei extremer Hitze und staubtrockenem Acker glücklich ;-) besonders bei „Show your fist“, „gypsy“, „fuck you all“ und „i Choke“ wurde der Acker vor der Bühne schnell, Circlepit bedingt, zur Staub Hölle. Gut gefallen hat mir das Johnny Cash Cover „rusty cage“, auf B gestimmt kommt das schon Fett rüber. Alles im allem nichts außergewöhnlich Neues aber Live immer ne coole Party. Dohlen

Ich hatte in diesem Jahr nur einen wirklichen Pflichttermin: Crucified Barbara um 14.45 auf der W.E.T. Stage. Eine halbe Stunde blieb den vier Damen aus Schweden, um die ausgehungerten Fans vor der Bühne von ihren Qualitäten zu überzeugen. Wenig überraschend war, dass das Partyzelt aus allen Nähten platzte und sicherlich gab es auch eine gewisse Anzahl von Fans, die sich vor allem von den optischen Qualitäten der Damen überzeugen wollten. Mia & Co machten aber von der ersten Sekunde klar, dass sie nicht auf einer Modenschau waren, sondern eine musikalische Botschaft verbreiten wollten, nämlich das harter Rock dreckig und laut sein muss. Und obwohl mir „Rock’N’Roll Bachelor“ in der Setlist fehlte, dürfte die Nachricht eindrucksvoll bei allen Fans angekommen sein, als die Schwedinnen nach 30 Minuten von der Bühne gingen und das Partyzelt als Saunalandschaft hinterließen. Hervorragend!

Bei Caliban wurde das Staub Problem immer größer. Es war mittlerweile noch viel Heiser. Super viele Zuschauer kammen zur Bühne und waren in Feier Laune, trotz Verbote gab es dutzende Circlepits, und auch eine große Wall of Death, natürlich auch ohne ende Crowdsurfer, so das den Security Jungens 10 Songs lang sehr viel arbeit bereitete ;-)
Sound und Performance waren Top. Dohlen

Zu Cannibal Corpse muss man wohl nicht mehr viel sagen, denn in ihrer mittlerweile schon 20 jährigen Bandgeschichte, haben sie sich zu den wichtigsten Vertretern des Death-Metals gemausert! Aber da sind sich die beiden Rezensenten nich ganz einig. Der eine fand Sie langweilig, der andere fand Sie wie immer großartig. Nachdem Sie früher ein garant für gute Gigs waren, lassen Sie in den letzten Jahren der einen Meinung sehr nach. Die Songs werden langsamer gespielt und der Sound ist Mist, findet der eine! Doch es gibt noch eine andere Meinung! Ab dem ersten Lied weiß der Zuschauer was die nächste Stunde abgehen wird. Die Musik ist ein dermaßen heftiges Gemetzel und Geknüppel, doch Technisch ist die Leistung der Musiker alles andere als primitiv. Ach die Ansagen von der Frontsau Corpsegrinder sind wie immer hervorragend: "The Next Song Is For The Ladies. But It's Not Called 'Fucked With A Knife'. No, It's Something Special. Something For The Sluts." Wie immer ein super Gig der Kannibalen! Stay Brutal! Holger und Jens

Die Veteranen des New Yorker Thrash Metal, Overkill, mussten in diesem Jahr bereits am frühen Nachmittag auf die Bretter. Doch davon ließen sich Blitz & Co nicht irritieren und die Band feuerte zielsicher und mit höchster Feuerkraft aus allen Rohren: Elimination, Shred, Rotten To The Core. Overkill 2010 zeigten sich als eingespielte Truppe mit einer schier unendlich wirkenden Liste zu spielender Thrash Klassikers, in die sich die Granaten des neuen Albums bestens einfügten. Was will man also mehr? Die Sonne scheint, die Leute sind in Feierlaune und Overkill zeigen sich von ihrer besten Seite. (TZ)

Setlist Overkill:

* The Green and Black
* Rotten to the Core
* Wrecking Crew
* Hello from the Gutter
* Coma
* Hammerhead
* Ironbound
* In Union We Stand
* Bring Me the Night
* Elimination
* Fuck You
* Overkill
* Fuck You

Ein Kollege hat Solstafir empfohlen und mich dann auch gleich zum Gig mitgeschleppt. Komische Atmosphäre hat diese isländische Band tagsüber im Zelt verbreitet. In einem kleinen stinkigen Club im Winter bei minus 20° und Nebel draussen hätten sie besser gewirkt. Von der Musik schien’s mir ein bisschen als würden Sigur Ros jetzt Black Metal machen. Da ich die Band gerade erst kennengelernt habe, kann ich auch nicht viel zu den Songs sagen. Hat aber im großen und ganzen gefallen und ich werd mir die nochmal in Ruhe anhören. Holger und Jens

W.A.S.P. Die Gesetztlosen sind in der Stadt – oder eher auf dem Dorf. Blackie und seine Jungs gehören eindeutig zu meinen Lieblingslivebands, allerdings hängt dies immer etwas von der Setlist und der Spiellaune der Amis ab. Auf dem RockHarz etwa, konnte man mich zunächst überzeugen, bevor man in der zweiten Hälfte des Sets in die Langeweile abrutschte. Man durfte also gespannt sein! Doch alle Sorge war umsonst. Schon mit den ersten Tönen wurde klar: heute wird gerockt. Da wären die Kolleginnen von Rockpics.de mit ihren aufblasbaren Gitarren fast gar nicht mehr als Animation nötig gewesen: aber geschadet hat es auch nicht. Schließlich haben wir zu Songs wie Mean Man, L.O.V.E. Machine & Co ordentlich abgerockt, auch wenn wir uns dafür leicht verständnislose Blicke von Blind Guardian Klampfer André eingefangen haben. W.A.S.P. haben in Wacken richtig gerockt. Geile Mucke, geile Show! (TZ)

Soulfy zeigen mal wieder, das sie eine grandiose Live Band für große Bühnen sind! Wir haben uns den Spaß allerdings nur aus sicherer Entfernung zum Festival Ausklang angesehen. Schon beeindruckend, wie die die Massen in Bewegung kriegen. Absolute Live- und Festival Band! Neben allen aktuellen Krachern konnten sie mit Troops Of Doom auch alte Sepultura Fans noch glücklicher machen. Holger und Jens

Nach den mächtig durchzechten Nächten war das Wacken Open Air für uns eigentlich schon vorbei . Bei einsetzenden Nieselregen eierten wir richtung Zeltplatz an der Hauptbühne vorbei als UDO und seine Mannen gerade die Bühne enterten und mit "The Bogeyman" loslegten.Der Sound druckvoll brilliant und klar. Okay,...das mussten wir uns noch geben.
Es folgte "Dominator"und "Independance Day". Die Band agiert spielfreudig.Udo ,der zwar aussah wie ein grünes Michelin Männchen,war stimmlich sehr gut in Form.
"Princes of the Dawn" , das erste Highlight. Ab jetzt folgt ein Hit nach dem anderen."Midnight Mover", "Man and Machine", "Animal House",Nach einem weiteren Accept Klassiker "Metal Heart" ging der reguläre Set zu Ende. Zum großen Finale gab die Band mit "Holy" noch mal alles ,bevor das Riff von "Balls to the Wall" auch von den müdesten Kriegern euphorisch gefeiert wurde. Ein würdiger toller Abschluss eines großen Festivals. Casi