Deserted Fear - Von Death Metal, Döner, Bulldozern & Bolt Thrower

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Nun ist es also endlich geschafft, „Kingdom Of Worms“ ist fertig gestellt und ich darf Euch zu einem gelungenen Nachfolger von „My Empire“ gratulieren. Wie hat sich euer Leben mit dem Erfolg eures Debuts in den vergangenen zwei Jahren verändert? Habt Ihr neben der Band überhaupt noch Zeit, einem geregelten Beruf nachzugehen?

Mahlzeit! Cool das euch beim Twilight Magazin auch die neue Scheibe so gut gefällt! Wir waren die letzten zwei Jahre viel beschäftigt, das stimmt, aber auf Arbeit gehen wir natürlich trotzdem noch. Unsere Wochenenden sind halt etwas aufregender geworden, mit den ganzen Gigs kommen wir gut rum!

Inwieweit habt ihr Druck verpürt, den hohen Erwartungen, die ihr ja mit „My Empire“ und durch eure vielen starken Live-Shows selbst geschürt habt, gerecht werden zu können? Glaubt man eurem äußerst unterhaltsamen Studioreport, seid ihr völlig locker und entspannt an die Produktion heran gegangen. Gab es etwas, dass ihr gegenüber eurer ersten Produktion verändert habt?

Ja, wir haben uns vorneweg etwas besser um die Organisation gekümmert. Wenn du dann da sitzt, Hunger bekommst und nicht immer den gleichen Döner essen willst, brauchst du jemand der sich darum kümmert! Auch was die Technik betrifft waren wir diesmal gewappnet...wenn zum Beispiel mal ein Drummfell reißt. Ansonsten waren nur die Songs anders und wir haben mittlerweile ein paar Falten mehr im Gesicht, groß geändert haben wir nichts. Aber warum auch, mit der “My Empire” - Produktion waren wir auch schon sehr zufrieden und somit wollten wir erstmal wieder alles genauso machen!

Am ersten Januar habt ihr das neue Album unter dem Titel „Death Metal Bulldozer“ angekündigt, wie wurde der Bulldozer zum Königreich?

Haha, dass hat einige verwirrt. Letztendlich war aber damals auf dem Ankündigungsflyer lediglich noch Platz an der Stelle und irgendwie ist dann dieser Spruch dort gelandet. KINGDOM OF WORMS brachte dann der Titelsong mit sich und bildet zugleich auch eine Verbindung zu unserem Debutalbum MY EMPIRE. An sich ist DEATH METAL BULLDOZER aber auch nen cooler Titel, aber den klauen uns nun bestimmt BOLT THROWER, hahaha...

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Die Produktion habt ihr nicht nur einmal mehr selbst in die Hand genommen, sondern auch in Rekordzeit abgewickelt. Der wesentliche Bestandteil (Studio-Aufnahmen, Mix und Mastering) hat mal gerade zwei Monate in Anspruch genommen, bis zur Veröffentlichung des fertigen Endproduktes ist gerade erst ein Vierteljahr vergangen. Manche Band benötigt dafür ein Vielfaches an Zeit. Würdet ihr mir zustimmen, dass diese kompakte Arbeitsweise das Geheimnis eurer Frische und Spontaneität ist?

Naja, zum einen sind wir durch das eigne Studio zeitlich flexibel und zum anderen wissen wir, sobald wir mit der Aufnahme loslegen, genau was wir wollen. Wenn dann bei der Aufnahme alles glatt geht und auch anschließend der Mix gleich startet, ist das ja immernoch alles easy und nicht im Eilgang. Ob das nun das Geheimnis für unseren frischen Sound ist? Keine Ahnung, zufrieden sind wir jedenfalls mit dem Aufnahmeprozess und dem Ergebnis!

 

Fabian, Du bist neben der Produktion und der Gitarre im Studio auch für den Bass verantwortlich. Live tretet ihr natürlich als Quartett mit einem Session-Bassisten an. Stellt doch den Viersaiter an eurer Seite einmal vor. Habt ihr bisher noch keinen passenden Bassisten gefunden, der sich dauerhaft und fest in die Band integrieren lässt oder habt ihr das gar nicht vor?

DESERTED FEAR ist vor einigen Jahren zu dritt gestartet und irgendwie ist das was die Organisation, Songwriting etc. betrifft, auch immer so geblieben. Unser bisheriger Live-Basser Albi war die letzen 2 Jahre immer ein starker vierter Mann! In Zukunft wird allerdings jemand anderes am Bass zu sehen sein. Wir sind immer öfter unterwegs und Albi ist mit seinem Studium schon gut ausgelastet und möchte sich nun auch mehr seiner eigenen Band Kingdom Of Blood widmen.

Den Feinschliff habt Ihr mal wieder keinem geringeren als Dan Swanö überlassen. Wie kam der Kontakt zu der schwedischen Death Metal- und Produzenten-Ikone zustande? Hat er sich jemals direkt über Eure Musik bzw. gegenüber euch „Jungspunden“ geäußert? Glaubt man einem Eintrag auf Eurer Facebook-Seite, seid Ihr zum Mastern extra nach Schweden gereist, um dort festzustellen, dass der guten Mann mittlerweile in Deutschland beheimatet ist, ein verdienter Urlaub nach getaner Studio-Arbeit?

Als ich Dan Swanö davon erzählte wo ich dieses Jahr in Schweden Urlaub mache, meinte er ich soll doch ubedingt mal schauen wie es bei seinem alten Studio aussieht, denn das war für schwedische Verhältnisse quasi gleich um die Ecke! Dass Dan mittlerweile in Deutschland lebt wussten wir natürlich, hehe. Der Kontakt zu ihm kam schon vor über 2 Jahren per Mail zu Stande und ist seit dem auch nicht abgerissen. Er mag unsere Mugge total und hat uns neulich sogar als eine der derzeit besten Death Metal Bands bezeichnet. Es ist natürlich super cool sowas von jemand wie Dan Swanö zu hören!

Im November dürft ihr „Kingdom Of Worms“ im Vorprogramm der legendären Morbid Angel präsentieren, die den 20-jährigen Geburtstag ihres „Covenant“-Albums feiern. Wie kam es dazu und was verbindet ihr mit der Band und dem Album?

Krasse Sache! Wir freuen uns schon drauf und sind sehr gespannt. Natürlich passt das gleich nach dem Release von KINGDOM OF WORMS auch zeitlich super! Vielleicht war das und unsere Livequalität ein Grund warum wir auf das Billing gerutscht sind. Mit der Musik von Morbid Angel hatten wir bisher ehrlich gesagt gar nicht so viel zu tun. Wir haben die Jungs vor ein paar Jahren mal in Glauchau Live gesehen, waren aber eher wegen Necrophobic dort. Morbid Angel haben aber ne super fette Show abgeleifert, das “Covenant”- Album hat ein paar gute Kracher drauf und deshalb freuen wir uns umso mehr auf die Konzerte!

Euer Label-Chef Rico hat Euch kürzlich im „Deaf Forever“ prophezeit, dass ihr mit der Veröffentlichung des zweiten Albums „durchmarschieren“ werdet und euch für euren Ehrgeiz und Live-Qualitäten gelobt. Wie seht ihr die Zukunft der Band, wie soll es weiter gehen, welche Erwartungen und Wünsche habt ihr oder konzentriert ihr euch lieber vollends auf das Hier und Jetzt und seht am Ende was dabei heraus kommt?

Seit Gründung der Band haben wir immer das gemacht worauf wir gerade Bock hatten. Sei es neue Songs schreiben, ein Video zu drehen oder Konzerte zu spielen. Sicher haben wir auch gewisse Träume, einmal ein richtiges Album aufnehmen, auf einem großen Festival oder im Vorprogramm einer großen Band zu spielen. Das haben wir uns erfüllt und wollen nun natürlich mehr! Wir sind sehr stolz darauf was wir mit DESERTED FEAR schon erreicht haben, können nun schon auf zwei Alben, viele Konzerte und einen großartigen Support einer wachsenden Fanbase blicken. Trotzdem sollte man da cool bleiben und zwar nicht planlos, aber Schritt für Schritt gehen.

Da wir den zweiten Teil des Interviews aus Termingründen leider aufschieben müssen danke ich Dir an dieser Stelle erstmal für die Zeit, die Du unseren Lesern und unserem Magazin gewidmet hast. An dieser Stelle nun die berüchtigeten letzten Worte...

An euch Danke für das Interview und eure Leser: Zieht euch unsere neue Scheibe rein und kommt auf unsere Konzerte....und geht generell auf Konzerte! ;) Dann sag ich mal gute Nacht und Grüße aus Thüringen!Fabian und DESERTED FEAR.

Zur Twilight-Rezension über “Kingdom Of Worms” gehts hier lang...

Den äußerst unterhaltsamen Studio-Report von DESERTED FEAR seht ihr hier...

Das nicht minder gute Promo-Video zum Titelsong des neuen Albums “Kingdom Of Worms” könnt ihr hier bestaunen...

MORBID ANGEL Covenant TourposterA1 2014

Deserted Fear auf Tour mit Morbid Angel:

 

Sa 15.11.2014 Lindau / Club Vaudeville
Di 18.11.2014 Nürnberg / Hirsch
Mi 19.11.2014 Berlin / Postbahnhof
Mi 26.11.2014 Aschaffenburg / Colos-Saal
Di 02.12.2014 München / Backstage
Mi 03.12.2014 Mannheim / Alte Seilerei
Do 04.12.2014 Essen / Turock
So 14.12.2014 Hamburg / Klubsen