Iced Earth - Freedom Call - Metaprism, live im Capitol Hannover

  • Datum: Donnerstag, 11 Januar 2018
  • Ort: Capitol Hannover
  • Redakteur: Carsten Brand

ICED EARTH kamen in die Gegend, das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Ein super Abend war quasi vorprogrammiert und die Besucher sollten nicht enttäuscht werden. Doch fangen wir der Reihe nach an. An einem Donnerstag Abend machte die "Incorruptibe Tour 2018" Halt im Kapitol Hannover. Der Abend ist voll gepackt mit 3 Bands, die jeweils 3 neue Silberlinge präsentieren. Während man bei ICED EARTH eine gewisse Erwartungshaltung an den Tag legt, beginnen METAPRISM quasi als Newcomer. Warum auch immer beginnen die Briten leider schon 19.30Uhr, also 30Minuten vor dem regulären Beginn. So stehen noch viele Gäste vor den Eingangstoren und das Capitol ist zu dem Zeitpunkt noch übersichtlich gefüllt. Den Job, das Publikum anzuheizen, übernehmen METAPRISM dafür mit absoluter Bravur. Sie schaffen es gekonnt, sich in Szene zu setzen. Dabei fällt auch die Doppelspitze am Gesang auf. Mal harmonierend, mal im kompletten Gegegnsatz ergänzen sich Sängerin Theresa und Joey von Song zu Song. Und so prügelt man sich mit starken Growls und fetten Shouts bis hin zu cleanem Gesang durch alle Geschwindigkeitsbereiche. Parallelen zu Lacuna Coil dürfen hier gern gezogen werden. Sängerin Theresa übt in den Zwischenansagen indes noch ihr deutsch und kündigt auf sympathischste Art und Weise den nächsten Titel an. Neben dem Gesang sollte jedoch keinesfalls die Band in den Hintergrund gerückt werden. Es ist schon eine ganz schöne musikalische "Wuchtbrumme", die da auf das Publikum losgelassen wird. Und selbiges dankt der Band, indem es Song um Song immer mehr mitgeht und die Stimmung ansteigen lässt. Nach einer gefühlt zu kurzen Spielzeit steht der nächste Kandidat auf der Bühne.
FREEDOM CALL schlagen mit aller Macht in die Power Metal Kerbe. Und auch wenn ich selber nicht der tiefste Power Metal Fan bin, mag mir diese band doch sehr gefallen. In einem irrsinig schnellen Tempo geht es durch eine prall gefüllte Setist. Es finden sich sowohl alte, als auch neue Stücke wieder. Auch vom neuen Silberling wird was präsentiert. Happy Metal at its best. Die schon gehobene Stimmung wird nohmal eine Stufe nach oben gehieft. Spielzeit waren gute 45 Minuten.

Nach einem etwas längerem Umbau (das Drumkit der Vorbands wurde komplett abgebaut usw.) Ist es dann Zeit für den Headliner des Abends. ICED EARTH beginnen passend zum Album mit dem Intro "Great Heathen Army" sowie "Burning Times" auf ihrer Setlist. Der Anfang einer Reise quer durch die Bandgeschichte mit unheimlich textsicherer Unterstützung ihrer Fans. Den ersten Höhepunkt bildet dann "I died for you". Es ist immer wieder schön zu erleben, wie unheimlich emotional fesselnd Musik sein kann. Und neben mir geht es wohl vielen anderen Besuchern, wenn man sich einmal umschaut. Weitere Highlights sind "Prophecy" und "Stormrider". Vom neuen Album werden "Black Flag" und "Brothers" gespielt. Und dann ist die Spielzeit scheinbar vorbei. Die Band verschwindet kurz hinter der Bühne. Doch die reichlichen Zugabe Rufe aus dem Publikum lassen ICED EARTH erneut hervortreten. Mit zwei Zugaben honoriert die Band das überaus aktive Publikum und schließt mit der wunderbaren Ballade "Watching over me" die Setlist an diesem Abend.

Und auch unser geheimer Mitarbeiter Marko Spillner hat die Show für uns beobachtet:

Donnerstagabend war es Zeit für ICED EARTH in Hannover ihre "Incorruptible Tour" fortzusetzen.

Als erste Vorband startete METAPRISM, eine noch relativ unbekannte Band aus UK, die aber 2015 schon beim Wacken Band Contest teilgenommen haben.

Leider spielten sie vor wenig Leuten, da sie schon um 19.30 Uhr auf der Bühne waren und laut Ticket 20.00 Uhr Beginn sein sollte.

METAPRISM merkte man an, dass sie sehr viel Spaß hatten und kamen mit ihrem Melodic Metal hervorragend an.  Sänger Joey Draper und Sängerin Theresa Smith lieferten ein starkes Gesangsduell und hatten Gelegenheit ihr kommendes Album "Catalyst to Awakening" vorzustellen.

Nach 30 Minuten Spieldauer wurde es Zeit für FREEDOM CALL. Das Capitol war mittlerweile voller, aber man hatte trotzdem viel Platz um ungestört seine Bierchen zu trinken.

Bei FREEDOM CALL weiß man, was einen erwartet. Solider Power Metal, Hambuger Schule. Sänger Chris Bay hatte das Publikum voll im Griff und sie spielten einen guten Mix aus ihrer umfangreichen Diskografie.

Das Publikum wurde auch sehr oft zum mitsingen animiert, aber nur wenige machten mit. ICED EARTH wurde dann doch erwartet.

Nach 45 Minuten FREEDOM CALL und einer Umbaupause kamen ICED EARTH dann endlich auf die Bühne .

Jon Schaffer und seine Band wurden lautstark begrüßt und nach dem Intro von "Great Heathen Army"  startete die Setlist mit "Burning Times".

ICED EARTH schaffte es das Publikum mit vielen Klassikern, aber auch Songs von ihrem neuen Album zu begeistern. Zum Ende hin ergriff Jon Schaffer das Wort und wies darauf hin, dass das Album "Something Wicked this Way Comes" vor 20 Jahren erschienen ist. Deswegen wurde "Prophecy,  “Birth of the Wicked“ und “The Coming Curse" gespielt. Das kam natürlich beim Publikum sehr gut an.

Nach circa 90 Minuten ging die Band von der Bühne, wurde aber unter zahlreichen Zugabenrufen zurückgerufen.

"Clear the Way" vom neuen Album wurde noch gespielt und dann kam das lang erwartete "Watching Over me". Sänger Stu Block widmete diesen emotionalen Song, den kürzlich verstorbenen Warrel Dane.

Für mich war es ein schöner Abend mit tollen Bands, wobei ich mir wirklich mehr Publikum für die sehr sympathische Vorband gewünscht hätte.