Axel Fröhlich - Murphy’s Law für Lehrer

Gesetz ist nun mal Gesetz. So ist es und so bleibt es, in engen Hosen kneift es! Axel Fröhlich hat in 50 Paragraphen zusammengefasst warum der Schulalltag eines Lehrers so ist, wie er ist: Weil Murphy es so will!

 

Im ersten Kapitel nähert sich der Autor der Spezies des Lehrers, bevor es im zweiten Buch um den Lebensraum des Lehrers und seine Schüler geht.

Ein Hoch auf die Mathelehrer: sie sind nicht nur unzerstörbar (§42), sondern auch ihre Konzentrationsfähigkeit ist unantastbar (§43). Aber wir erfahren auch, weshalb so viele Kolleginnen und Kollegen regelmäßig mit dem Wohnmobil in der Toskana unterwegs sind. Es bleibt die Hoffnung, dass der Lehrer Ordnungsmaßnahmen wie Tafeldienst oder Ausschluss vom Wandertag in naher Zukunft doch von Amtswegen auch im Straßenverkehr verhängen darf (§40). Kaum zu überlesen ist jedoch der kritische Unterton in §17, der auf die freiwillige Verpflichtung der Erkunde,- Geschichts- und Biologiekollegen anspielt lebenslang ein Cord-Sakko zu tragen – auch gegen gesellschaftliche Konventionen. Vollkommen zu Recht wird jedoch in §27 auf die Zwickmühle des Schuldienstes hingewiesen: „Engagiert sich ein Lehrer über seine dienstlichen Vorschriften hinaus, wird diese Leistung seitens der Schulleitung als Profilsucht gewertet. Unterlässt der Lehrer Maßnahmen, die über seine dienstlichen Vorschriften hinausgehen, wird im seitens der Schulleitung Dienst nach Vorschrift vorgeworfen.“

Acel Fröhlich zeigt in „Murphy’s Law“ Mut zur Wahrheit. Mit der fundierten Auswertung zahlreicher Feldstudien und der Umsetzung in Gesetzmäßigkeiten leistet gebürtige Nürnberger einen wertvollen Beitrag zum besseren Verständnis der Spezies „Lehrer“. Für die passenden Illustrationen sorgte einmal mehr Ramón de Jesús Rodriguez Rodriguez. Unterhaltsame Lektüre für die unendlich lange Ferienzeit!