Michael Holtschulte – Malbuch des Todes

Regen, Sturm und graue Wolken. Da möchte man einfach mal die Zeit totschlagen und Michael Holtschulte hat genau die richtige Beschäftigung für euch.

120 Seiten laden den ambitionierten Künstler dazu ein den Filzstift oder die Airbrushpistole zu schwingen, je nach Veranlagung. Dabei reicht die Palette der Cartoons vom „Finde den Fehler!“ über die Gestaltung der Traumurne und das Labyrinth bis hin zur grafischen Gestaltung deiner liebsten „Schlechte-Nacht-Geschichte“. Auf meistens einer Doppelseite gibt es Handlungsanweisungen für die kreative Aufgabe direkt vom TOT ABER LUSTIG Sensenmann persönlich.

Lobpreisungen für die ausgefallene Idee ein Malbuch und einen Cartoon zu kombinieren kommen bspw. vom DIE PARTEI Landesvorsitzenden Dr. Mark Benecke („Kann man sich nicht ausmalen!“) sowie dem Cartoonisten Ari Plikat („Endlich – das Geschenk für Schwarzmaler“). Und sogar der Autor selbst zeigt sich von seinem Werk angetan: „Genau mein Humor!“.

Frei nach der pädagogischen Prämisse „Durch die Hand in den Verstand“ eröffnet „Malbuch des Todes“ einen ganz neuen Zugang zum Cartoon des 21. Jahrhunderts und vertieft zudem das Verständnis der eigenen Vergänglichkeit. Wann bekommt man schon die Gelegenheit sich das Ende tatsächlich auszumalen? Eben.

Mit dem „Malbuch des Todes“ schafft Michael Holtschulte so viel mehr als nur ein weiteres Büchlein mit seinen halbfertigen Cartoons – er macht Schluss mit tödlicher Langeweile und liefert zudem ein Standardwerk zu Fragen der menschlichen Transzendenz ab.