Ashcloud - Kingdom Of The Damned

CD Reviews, Ashcloud - Kingdom Of The Damned

Die ersten Ursprünge von ASHCLOUD reichen in das Jahr 2005 zurück, als Jonny Pettersson nach der Auflösung der Band DISFIGURED VICTIMS weiterhin das Bedürfnis verspürte, ursprünglichen und rauen Death Metal zu spielen. Doch aufgrund anderer Bandverpflichtungen wurde das Projekt aus Eis gelegt, das dann 2013 zu tauen begann, als Petterson auf Gareth Nash traf und beide beschlossen, den Death Metal der späten 80er und frühen 90er für die Zukunft fit zu machen, und zwar mit einer deutlichen Betonung punk-crustiger Elemente und eiskalten, frostigen Melodien.

Dabei legen die Mannen von ASHCLOUD eine ungeheure Schlagzahl vor. Denn auf die beiden ersten Alben "Abandon All Light" (2015) und "Children of the Chainsaw" (2016) folgt nun mit "Kingdom Of The Damned" der nächste Streich. Und die punk-crustigen Einflüsse sind deutlich zu spüren. Denn anders als bei GODS FORSAKEN, auch eine Band von Petterson, ist der Sound von ASHCLOUD um einiges brachialer und brutaler. Man höre nur den Song 'Under Dödens Vingar pt. 4', für den man zudem Rogga Johansson (DOWN AMONG THE DEAD MEN, PAGANIZER, RIBSPREADER) gewinnen konnte: pathosgeladene Brachialität trifft auf ein hohes Maß an höllischer Düsternis und kulminiert in einer äußerst intensiven und dichten, aber zugleich auch unverstellten, ursprünglichen Atmosphäre inklusive schwarzmetallischer Anleihen. Auch die 'The Seven Trumpets Of Hell' entfalten ihr verheerendes Unwesen und hinterlassen ein todesmetallisches Schlachtfeld.

Charakteristisch ist zudem, dass sich die melodiöse Infernalität zumeist dezent im Hintergrund hält, aber immer klar wahrnehmbar ist, wie 'A Breath Of Decay' unter Beweis stellt. Ähnliches gilt für 'When Empires Are No More'. Die unbändige Freude an crustiger Brutalität manifestiert sich auch im Rausschmeißer 'Megiddo'. Ist es zu hart, bist du zu schwach! Etwas melodischer kommt dann schon der Opener 'Among The Grotesque', ein wirklichen Riffmonster ist der Titeltrack, bei dem man nicht wirklich hinter den Drums sitzen will. 'Suspended In Death' besticht durch seine dominierenden stimmungsvollen Leadgitarren, die für eine dem Titel sehr angemessene infernale Festlichkeit sorgt. Richtig auf die Ohren gibt es noch einmal mit 'Dansa Pa Krossade Skallar'. In 'The Serpent King' gibt es dann zusätzlich zu den düsteren melodischen Elementen sogar noch keyboardgestützte Festlichkeit. Hammer!

Fazit: Mit "Kingdom Of The Damned" legen Jonny Pettersson (WOMBBATH, PALE KING, GODS FORSAKEN) und Gareth Nash (BODY HARVEST, AGELESS OBLIVION) ein überaus gelungenes Death-Metal-Album der härteren Gangart vor, in dem gekonnt die Freude an crustiger Brutalität zelebriert wird, ohne dass auf infernale, düstere Melodien verzichtet wird. Darüber hinaus atmet der Sound in herrlich old-schooliger Weise den ursprünglichen, unverstellten, authentischen und nahezu analogen Geist der späten 80er und frühen 90er, als das Genre seine Sturm- und Drangphase hatte.