Autopsy - The Headless Ritual

CD Reviews, Autopsy - The Headless Ritual

Todesmetallische ABC Schützen aufgepasst! AUTO-PSY machen die Straßen zu Beginn des neuen Schuljahres wieder unsicher. Auch wenn dieser bleierne Monstertruck in der Regel nicht mit hohem Tempo daher kommt, ist Vorsicht geboten, walzt er doch alles platt, was ihm in den Weg kommt - auch den Gangnam Style.

Im Jahr 1987 haben Cris Reifert und seine Mannen dieses Monster erschaffen und damit viel Staub aufgewirbelt. War das Debüt ´Severed Survival´ doch was vom Krassesten, was es damals gab. Leider verstaubte dieses großartige Gefährt dann von 1995 bis 2009 in der Garage und die Zweitwagen mit Namen wie Abscess konnten zwar auch überzeugen, erreichten die Qualität des Originals aber nicht.
Glücklicherweise wurde das Gefährt dann 2011 mit ´Macabre Eternal´ wieder richtig reanimiert und nun wird mit 10 neuen Tracks nachgetankt - diese Songs haben ungefähr 45.732 Oktan.
Da AUTOPSY schon kurz davor sind, sich den Oldtimerstatus sichern zu können, geht es streckenweise etwas langsamer zur Sache. Und das macht die Scheibe so interessant. Für mich klingt ´ The Headless Ritual´ wie eine Mischung aus alten AUTOPSY und der ersten Type-O-Negative Scheibe ´Slow Deep And Hard´. Zum Teil erinnern die Vocals an Peter Steel zu seinen besten Tagen. Das heißt, es gibt weiterhin kranken Stoff. Fies schleppende Parts, aber auch flotte Passagen, die wohl keinen Nacken ruhen lassen.
Ich will hier gar keine Tracks herausheben, denn die Platte überzeugt im Ganzen. Sicher gibt es inzwischen viele Bands, die technisch anspruchsvoller und beschlagener an ihren Instrumenten sind. Besser sind sie deshalb nicht, denn in der Regel gelingt es ihnen nicht einmal ansatzweise, eine so intensive Stimmung wie AURTOPSY zu schaffen. Death Metal muss für mich düster, aggressiv und krank klingen und das gelingt den Amis auch nach 26 Jahren noch wesentlich besser als vielen Mitstreitern. Ein gut gepflegter Oldtimer hat ja auch mehr Charisma als ein Neuwagen aus Carbon mit elektrisch verstellbaren Sitzen und Bordcomputer.

Line Up

Chris Reifert - Vocals, Drums  
Eric Cutler - Vocals, Guitars  
Danny Coralles - Guitars  
Joe Allen - Bass

Tracklist

1. Slaughter At Beast House 6:33
2. Mangled Far Below 3:37
3. She Is A Funeral 7:32
4. Coffin Crawlers 4:32
5. When Hammer Meets Bone 5:34
6. Thorns And Ashes 1:45
7. Arch Cadaver 4:22
8. Flesh Turns To Dust 3:27
9. Running From The Goathead 4:29
10. The Headless Ritual 2:24

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