Danko Jones - Wild Cat

CD Reviews, Danko Jones - Wild Cat

Das erste komplette Album von DANKO JONES trug 2002 den Titel ´Born A Lion´. Das Cover von ´Wild Cat´ ziert 15 Jahre später ein latent aggressiver Stubentiger. Glücklicherweise hat die Musik nicht im gleichen Maße an Kraft und Eindruck verloren.

Im Gegenteil, ´Wild Cat´ fährt gleich zu Beginn die Krallen aus. Auch bei dem aktuellen Longplayer ist von Anfang an klar, dass es sich um eine DANKO JONES Platte handelt, dazu braucht es den charakteristischen Gesang gar nicht. Der flotte Opener rockt gut nach vorn und zeigt, dass DANKO JONES auch 2017 lieber draußen Mäuse jagen, als Scheba mit Petersilie in der geheizten Küche zu verputzen. Auch die beiden folgenden Tracks legen ein eher hohes Tempo vor, ehe das Trio bei ´You Are My Woman´ das Tempo raus nimmt. Der Song geht OK, ist(streichen) bietet aber nichts wirklich Besonderes. Auch ´Do This Every Night´ stellt keine Geschwindigkeitsrekorde auf, rockt insbesondere beim Chorus aber wie die Sau. Auch wegen des Textes wäre ein Platz auf der Setlist zur nächsten Tour absolut verdient.
´Lets Start Dancing´ startet dann mit einem Riff, das schon fast an Thrash Metal erinnert. In dieser Variabilität ackern sich die Kanadier auch durch den Rest der Scheibe. Dass DANKO JONES straight rocken können, haben sie zur Genüge bewiesen. Mit Tracks wie Diamond Lady beweisen sie mal wieder, dass sie auch ein gutes Gespür für eingängige Refrains haben.
Leider kann sich Danko ab und zu wie beim Titeltrack und beim Rausschmeißer nicht verkneifen, manche Parts hoch zu singen. Das hätte es echt nicht gebraucht, hält sich aber zum Glück bei beiden Songs in sehr überschaubarem Rahmen. Ansonsten macht er gesanglich mal wieder einen guten Job.  Und auch die Lyrics überzeugen mal wieder. Kaum jemand singt so eindeutig und wenig prollig die Facetten von Rock, Frauen und den Beziehungen zu ihnen. 

´Wild Cat´ erfüllt die Erwartungen, die ich an eine DANKO JONES Platte habe und die sind nun wirklich nicht gering. Kaum eine andere Band klingt so straight und gleichzeitig derart dynamisch. Es ist erfreulich, dass sich die Band trotz vieler Platten und noch mehr Touren ihren Hunger bewahrt hat.