Terror

Devin Townsend - Ocean Machine Live at the Ancient Roman Theatre Plovdiv

CD Reviews, Devin Townsend - Ocean Machine Live at the Ancient Roman Theatre Plovdiv

Devin Townsend ist ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen und bei seinen zahlreichen Projekten und Kollaborationen kann man leicht den Überblick verlieren.
Im Jahr 2017 hat der sympathische Kanadier sich auf seine Ursprungs-Solo-Pfade besonnen und das DEVIN TOWNSEND PROJECT aktiviert, um sein Solo-Debüt-Album „Ocean Machine“ erneut zu würdigen.

Das parallel zu seine damaligen Hauptband STRAPPING YOUNG LAD entstandene Werk zeigte ihn erstmals in einer weniger harten und progressiveren Richtung und gilt für viele Bands immer noch als sein bestes Solo-Release.

Da der Herr sowieso quasi durchgehend auf Tour ist, beschloss er also, dieses Meisterwerk in besonderen Kulissen aufzuführen. Ein Highlight dieser Reihe war dann die Aufführung im römischen Amphitheater von Plovdiv in Bulgarien im September 2017. Und damit nicht genug, bestand das Konzert auch noch aus zwei Teilen, die schlussendlich als DVD/Blu-Ray und 3CD-Set veröffentlicht wurden.

Im ersten Teil spielte das DEVIN TOWNSEND PROJECT zusammen mit dem Orchester und Chor der Staatsoper eine von Fans zusammengestellte Setlist seiner Solowerke „by request“.  Die Show, die mit „Truth“ vom „Infinity“-Album beginnt, zeigt direkt die Vorteile der Location. Das große Orchester mit Chor passt wunderbar auf die Bühne und die Akustik ist phänomenal. Allerdings merkt man auch hier schon, wie beim Rest des ersten Teils, dass Devins Stimme unter den ganzen Klängen manchmal etwas untergeht und er sich des öfteren gegenüber der geballten Klangwand behaupten muss. Seine Ansagen sind jedoch wie immer vom Feinsten und sorgen für ordentlich Kurzweil, obwohl er ankündigt, nicht mehr so viel dummes Zeug zu reden. Was er natürlich nicht tut.

Im zweiten Teil räumt das Orchester dann seinen Platz und die Band spielt wie angekündigt „Ocean Machine: Biomech“ in voller Länge. Für die spacigen Synthies und Ambient-Sounds ist der Synthesizer dann doch besser geeignet. Nun steht auch Devin Townsend als Sänger auch wieder voll im Mittelpunkt.
Das vertrackte Debütalbum bietet auch Live alle Finessen und Absurditäten, die sich nach über 20 Jahren als Trademarks seiner Musik herausgebildet haben. Dabei sind die Musiker über alle Zweifel erhaben und auch die Interaktion mit dem Publikum stimmt.

Wer mit Devins Musik etwas anfangen kann, der sollte sich auf jeden Fall auch die BluRay-Version zulegen, da das visuelle Erlebnis in den alten Ruinen sehr eindrucksvoll ist und zum Gesamtkunstwerk beiträgt.

Line Up

Devin Townsend: Vocals, Guitar, Keys, Programming
Ryan Van Poederooyen: Drums
Dave Young: Guitar, Keys
Brian 'Beav' Waddell: Bass
Mike St-Jean: Keyboards, Synths, Programming
+ Orchestra and Choir of State Opera Plovdiv

Tracklist

CD 1
1.     Truth     05:58      
2.     Stormbending     06:04      
3.     Om     06:47      
4.     Failure     06:25      
5.     By Your Command     08:45      
6.     Gaia     07:03      
7.     Deadhead     08:24      
     
CD 2
1.     Canada     07:21      
2.     Bad Devil     05:39      
3.     Higher     10:19      
4.     A Simple Lullaby     08:25      
5.     Deep Peace     07:51      

CD 3
1.     Seventh Wave     07:00      
2.     Life     04:37      
3.     Night     04:51      
4.     Hide Nowhere     05:31      
5.     Sister     02:42      
6.     3 A.M.     01:29      
7.     Voices in the Fan     04:36      
8.     Greetings     02:56      
9.     Regulator     05:22      
10. Funeral     07:58      
11. Bastard     09:58      
12. The Death of Music     10:49      
13. Things Beyond Things     05:06