Eternal Torment – Blind To Reality

CD Reviews, Eternal Torment – Blind To Reality

Früher war alles besser. Das trifft auf viele der namenhaften US-Death Metal Bands zu. Vor allem MORBID ANGEL und DEICIDE fallen heute in erster Linie durch abgesagte Shows und eher fade Scheiben auf. Doch es gibt Hoffnung. Aus der prallen Sonne Queenslands hauen ETERNAL TORMENT ihre zweite Scheibe raus.

„Depose“ eröffnet die Scheibe mit brutalem Blast Speed bevor der Song für ein gemächlicheres Tempo auf die Mittelspur der Todesmetal-Autobahn wechselt. Frontmann Gus Erasmus brüllt so hasserfüllt ins Mikro, dass es selbst Glen Benton Angst und Bange wird. Musikalisch manövriert der australische Vierer dann auch merklich zwischen Bands wie DEICIDE und PESTILENCE, was zu einer angenehm brutalen Mischung aus Härte und Technik führt. Dieser Balanceakt zwischen technischem Anspruch und Brutalität wird auch in den verbleibenden fünf Songs perfekt durchgehalten, so dass ETERNAL TORMENT nicht nur in belangloses Geballere abrutschen, sondern durch Abwechslung und Originalität im Songwriting punkten können. Dass die Band in ihrem Stil einzigartig ist, sowie im Bandinfo geschrieben, wäre vielleicht übertrieben. Dennoch machen ETERNAL TORMENT ihre Sache wirklich gut und kellnern genau das, was der ausgehungerte Death Metal Fan bestellt hat: technisch versierten Death Metal mit guten Tempiwechseln, brutalen Riffs und regelmäßigen Hochgeschwindigkeitsattacken.

„Blind To Reality“ wird als EP vermarktet, hat mit 30 Minuten Spielzeit und sechs Songs aber schon fast die heute normale Spielzeit eines Albums. Obwohl die Scheibe im Eigenvertrieb erscheint, ist der Sound oberamtlich (auch hier werden Erinnerungen an DEICIDE wach) und das Coverartwork rundet den positiven Gesamteindruck der Platte entsprechend ab.

Wer auf der Suche nach neuen Lieblingsbands im Death Metal Bereich ist, der kommt an ETERNAL TORMENT nicht vorbei!