Terror

Fünf Freunde – und die gemeine Falle (125) vs. und die gefährlichen Wurzeln (126)

CD Reviews, Fünf Freunde – und die gemeine Falle (125) vs. und die gefährlichen Wurzeln (126)

Zwei neue Fälle im Vergleich. Welches Abenteuer der FÜNF FREUNDE braucht man, welches eher nicht? Oder gibt es einen klassischen Pad? Findet es heraus.

So viel steht schon mal fest: Anhand der Titel kann keiner der beiden Kontrahenten so recht punkten. Sowohl „und die gemeine Falle“ als auch „und die gefährlichen Wurzeln“ sind ehr mindergute bis doofe Titel. Allerdings erinnert der Titel des 126. Abenteuer in schauerlicher Weise an Tiefpunkte wie FÜNF FREUNDE „retten die Honigbienen“.

Schauen wir uns den Inhalt der beiden Folgen an.

In Folge 125 kommt es vor der Küste von Kirrin gleich zu zwei Schiffsunglücken. Ein Experte wird bestellt, um die Unglücksursachen festzustellen. Doch die FÜNF FREUNDE verlassen sich natürlich lieber auf ihre eigenen Ermittlungen. Diese im Grunde klassische FÜNF FREUNDE Handlung wird von einer zweiten Handlung begleitet. Constable Wilbert versendet nämlich seltsame Strafzettel. Zunächst wird Onkel Quentin eine saftige Strafe für Falschparken aufgebrummt und schließlich erhält George einen Strafzettel wegen Obstdiebstahls. Schnell stellt sich heraus, dass dies nicht die einzigen unverhältnismäßigen Schreiben aus dem Polizeiquartier sind. Die Forderung wird laut nach Wilberts Absetzung. Doch den FÜNF FREUNDEN erscheint das Ganze nicht geheuer und schließlich stoßen sie auf einen unglaublichen Komplott. Auf diese Weise werden auch die beiden Plots zusammengefügt. Am Ende bleibt ein gelungenes Hörspielabenteuer mit vielen klassischen Enid Blyton’schen Elementen und Momenten.

Anders sieht es bei Folge 126 aus. Die FÜNF FREUNDE werden nach Wales verfrachtet, weil Quentin und Fanny zu einer Tagung müssen. Julien, Dick & Co sollen bei einem Bekannten unterkommen. Der kauzige Wissenschaftler Harry Basswood wohnt nicht nur im Niemandsland, sondern auch noch mitten im Urwald. Dort wimmelt es nur so von Insekten und geheimnisvollen Wurzeln. Als diese plötzlich zu einer Gefahr für das Dörfchen Gamlydan zu werden scheinen, starten die FÜNF FREUNDE eine Umfrage bzgl. des Urwaldes unter den Einwohnern. Es stellt sich heraus, dass nicht alle Anwohner vom Urwald begeistert sind. Am Ende stehen sich verschiedene Gruppen gegenüber. Die Mitarbeiter von Mr. Oakham haben Kettensägen dabei und Mr. Greystone besteht auf die Abholzung, weil die Baumwurzeln angeblich seine Kellerwand durchschlagen hätten. Es geht um viel Geld und gute Geschäfte, doch am Ende fliegt der ganze Schwindel auf. 

Diese Runde geht meiner Meinung nach klar an Folge 125, denn das Abenteuer um die gefährlichen Wurzeln kann mich wenig begeistern. Diese Folge ist wohl eher für ein sehr junges Publikum geschrieben und zudem wedelt irgendwie der umweltpädagogische Zeigefinger zu sehr über der Folge.

Die Covergestaltung ist für beide Folgen gelungen, auch wenn Fall 125 etwas die Nase vorn hat. Über die Sprechleistungen muss man keine Worte verlieren, die sind natürlich in beiden Fällen über jeden Zweifel erhaben.

Fazit: Trotz des etwas kindlichen Titels geht Folge 125 als klarer Sieger aus diesem Gefecht hervor. FÜNF FREUNDE „und die gemeine Falle“ kann in Sachen Aufmachung und vor allem hinsichtlich der Handlung überzeugen und den Kontrahenten problemlos ausstechen. Der Fall gehört also ins Regal aller FÜNF FREUNDE Fans, während wir „und die gefährlichen Wurzeln“ getrost überspringen können. Die Folge eignet sich höchstens als Geschenk für den Hörspielfreundenachwuchs im Grundschulalter.