Final Cry - Zombique

CD Reviews, Final Cry - Zombique

FINAL CRY begleiten mich nun schon seit ihrem zweiten Demo "Stormclouds", genauer gesagt seit 1996, durch mein metallisches Leben. Die Niedersachsen haben seither mit "Wavecrest" 1997, "Spellcast" 2000, "Wolves Among Sheep" 2002 und "Neptunes Relief" 2006 vier Longplayer in Eigenregie veröffentlicht bis irgendwann nach jener Veröffentlichung ein großer Bruch kam und die Band in der Versenkung verschwand, ohne dass man sich jedoch jemals auflöste.

Satte 12 Jahre nach dem Release der letzten Scheibe legen FINAL CRY mit "Zombique" nun urplötzlich wieder einen Longplayer vor, als wären sie nie weg gewesen. Die Scheibe strotzt einmal mehr vor jener Eigenständigkeit und Identität aus klassischem Heavy und Power Metal gepaart mit Thrash, Death bis hin zum Black Metal, die FINAL CRY einst zu einer Größe und unterbewertetsten Bands des deutschen Undergrounds hat werden lassen. Die Formation mag in Vergessenheit geraten zu sein, doch nun regiert einmal mehr einfach zeitloser und abwechslungsreicher melodischer Heavy Metal mit der Brutalität des Death, der Rotzigkeit des Thrash und Tiefe des Black Metals. Man merkt, dass die zum Quartett geschrumpfte Band im Kern dieser Besetzung schon seit Mitte der Neunziger zusammen spielt. Sämtliche Songs klingen wie aus einem Guss und gehen sofort sowohl ins Ohr, ins Gebein und in die Genickmuskulatur. Am Gesang gibt Lead-Gitarrist Eiko sein Debut auf einem Longplayer der Band und überzeugt dabei mit dem gleichen Selbstverständnis und der gleichen spielerischen Leichtigkeit wie bei seinem melodiösen Gitarrenspiel. Natürlich ist ein Mario Reese, der die vorangegangenen Alben mit seinem zweifelsohne herausragenden, rauhen wie gefühlvollen Organg geprägt hat, nicht eins zu eins zu ersetzen. Eiko schafft aber das Kunststück mit seinem zweifelsohne kräftigen und weniger melodischem Gesang der Musik seinen eigenen Stempel aufzudrücken, ohne das FINAL CRY mit ihm am Mikro an Identität oder gar Intensität verlieren. Auch über die Produktion lässt sich nicht diskutieren, denn hier hat man wiederum mit dem langjährigen Haus- und Hofproduzenten Jost Schlüter im Pure Sonic Studio aufgenommen.

Das gesamte Material vom klassischen Intro bis hin zum Outro strotzt nur so vor Frische, Kraft und ist gespickt mit metallischen Brechern, dass es einfach eine Freude ist "Zombique" zu frönen und ist damit einmal mehr zeitloser Metal in Reinstform, welcher irgendwo zwischen Running Wild, Death und Desaster allem Untoten Raum gibt, sich unheilvoll zu entfalten. Willkommen zurück FINAL CRY!

"Zombiac" ist wie die vorangegangenen Alben über MBR PUBLISHING als CD und auf Vinyl erhältlich.

 

Line Up

Burghardt Sonnenburg - Rhythm Guitars
Eiko Truckenbrodt - Lead & Rhythm Guitars & Vocals
Sonja Sonnenburg - Bass
Holger Feldmann – Drums

Tracklist

01. Into
02. Dominion Of Decay
03. Maggot Maroon 
04. Gone To Croatan 
05. Boukman´s Prayer 
06. Zombiac 
07. The Serpent God 
08. In Emerald Tombs 
09: Walk With The Dead
10. Outro