Gods Forsaken - In A Pitch Black Grave

CD Reviews, Gods Forsaken - In A Pitch Black Grave

Im Moment kann man sich ja nicht auf vieles verlassen. Die Welt ist aus den Fugen geraten und selbst wenn es so aussieht, als ob sich ein Tag positiv entwickeln könnte, kommen ein paar ausgemachte Arschlöcher und machen alles wieder zunichte. Zum Glück gibt es für diesen Moment Bands wie GODS FORSAKEN, die einen mit ihrem Death Metal der alten Schule wieder erden, die Koordinaten wieder zurechtrücken und die einem das Gefühl zu vermitteln vermögen, dass alles wieder gut wird.

Kein Wunder, denn die Musiker können auf Erfahrungen bei Bands wie BLOOD MORTALIZED, THE GROTESQUERY oder WOMBBATH verweisen. Schon der Opener 'In A Pitch Black Grave' versetzt den Hörer in ein wahres Death-Metal-Elysium. Denn der Sound kommt ähnlich authentisch, real und authentisch daher wie eine Scheibe von VALLENFYRE, nur dass hier zumeist von crustcorigen Einflüssen abgesehen wird. Stattdessen gibt es straighten, schnörkellosen und unverstellten Todesmetal, der phasenweise in einer überaus düster-melodischen Manier daherkommt. Richtig etwas auf die Ohren gibt es dann bei 'By Hate He Comes', ein Track, der rhythmisch eingängig, aber kompromisslos alle Hindernisse aus dem Weg walzt. Spätestens jetzt ist der Kopf wieder frei.

Ähnliches gilt auch für 'Born Of Blasphemy', wobei hier der dynamische "Brutality-Faktor" noch einmal gesteigert wird, aber immer wieder auch durch düstere entschleunigte Infernalität unterbrochen wird. Hammermäßig ist auch Solo, der tiefen Emotionalität der Gregor Mackintosh'schen Saitenkunst in nichts nachsteht. Der martialischen Eingängigkeit wird in 'Ashes Of The Dead' ein Denkmal, passend zum Titel mit einer gehörigen Prise Pathos garniert. Ist das etwa schon old-schooliger Gothic-Metal? Auf jeden Fall Weltklasse, bis gnadenlos die schwarzen Winde des Genozids wehen ('Black Winds Of Genocide'). Wer hier Drummer ist, brauch nicht mehr ins Fitnessstudio. Das phasenweise versöhnlichere 'Curse Of The Serpent' glänzt zudem noch mit variableren Vocals, die bisweilen in schwarzmetallisch diabolische Sphären eintreten. Auch 'Souls Torn Apart' ist ein Song, der auf seinem rauen brutalen todesmetallischen Schotterweg einige melancholisch atmosphärische Überraschungen zu bieten hat. Das Zeug zum Mitreiß-Klassiker hat unverkennbar 'An Odyssey Of Broken Bones', ehe 'Chronicles Of A Maniac' Zuhörer äußerst versöhnlich entlässt.

Fazit: Mit ihrem Debütalbum "In A Pitch Black Grave" legen GODS FORSAKEN nicht einfach nur ein, sondern vielleicht das Death-Metal-Album vor, das schon jetzt das Zeug zum Klassiker hat. Wenn man später einmal jemanden erklären möchte, was den Todesmetal der alten Schule ausmacht, der braucht nur dieses Album in den Player zu legen. Authentisch, rau, ursprünglich und vielfältig, düster und infernal zugleich. Kein Wunder, können GODS FORSAKEN doch auf Erfahrungen in Bands wie BLOOD MORTALIZED, THE GROTESQUERY oder WOMBBATH zurückgreifen. Unbedingt kaufen!