Heaven Shall Burn - Veto

CD Reviews, Heaven Shall Burn - Veto

Nicht selten, wenn die Vorfreude auf ein neues Album zu groß ist, wird man enttäuscht. Insbesondere, wenn Bands mit den vorangegangenen Platten große Erfolge feierten und sich selbst immer weiter steigerten, kommt es irgendwann zum Einbruch.

HEAVEN SHALL BURN sind an diesem Punkt jedoch noch nicht angekommen. Die Jungs haben sich beständig zu einem musikalischen Koloss entwickelt und wie sie mit „Veto“ offensichtlich beweisen wollen, scheint noch lange kein Ende in Sicht. Musikalisch setzen sie den Fokus auf ihre Stärken ohne dabei in allzu festen Mustern zu verharren. Gutes Beispiel dafür ist ‚Godiva‘, der wohl melodischste Song von HSB, bei dem stärker denn je der Einfluss des schwedischen Melodic Death Metals verdeutlicht wird. ‚Hunters Will be Hunted‘ ist aufgrund epischer Melodien ein weiterer Höhepunkt auf „Veto“. ‚You will be Godless‘ ist der wohl härtest Song der Platte, der nicht nur musikalisch sondern auch textlich hart mit der organisierten Religion ins Gericht geht. Über ‚Valhalla‘ habe ich mich als Blind Guardian-Fan der ersten Stunde ganz besonders gefreut. Der Song ist eine Hommage an Blind Guardian, für die Hansi Kirsch selbst einige Zeilen neu mit eingesungen hat. ‚Beyond Redemption‘ ist krönender, sehr gelungener und vor allem instrumental gehaltener Abschluss der Platte.

Textlich liegt das Augenmerk auf dem Aufzeigen sozialer und ökologischer Ungerechtigkeiten. Jeder Song und auch das Cover von „Veto“ setzt sich mit sozialkritischen Themen auseinander, wodurch zum Nachdenken angeregt werden soll.

Auch wenn einige Tracks, wie z. B. ‚Antaginized‘ oder ‚Land Of The Upright Ones‘, ein wenig in der Masse der grandiosen Songs der Band untergehen, beweisen HSB mit „Veto“ einmal mehr, welch Energie und Spaß an der Musik nach wie vor in ihnen steckt.