Heretic - A Game You Cannot Win

CD Reviews, Heretic - A Game You Cannot Win

Time what is time…? HERETIC aus Kalifornien haben es bei der Veröffentlichung ihrer Alben nicht gerade eilig. In über 30 Jahren kommt die Kapelle gerade mal auf drei Alben und „A Game You Cannot Win“ liegt nun auch schon wieder 5 Jahre zurück.

„Breaking Point“ Shouter Mike Howe ist mittlerweile wieder bei METAl CHURCH in Lohn und Brot, doch mit Julian Mendez haben HERETIC ohnehin einen für ihren Stil passenderen Sänger an Bord, der mittlerweile auf allen Veröffentlichungen der Power-Thrasher zu hören ist, mit Ausnahme des besagten „Breaking Point“ Albums.

Wer sich in der heutigen Bildungsszene etwas auskennt, dem wird nicht entgangen sein, dass es heute nur noch um Kompetenzen geht. In dieser Hinsicht setzten HERETIC voll auf ihre Kernkompetenz: Power Thrash der alten Schule, ohne Schnörkel und ohne Anbiederung an das 21. Jahrhundert. Dabei bewegt sich die Band meist in mittelschnellen, groovenden Sphären und Frontmann Mendez brüllt seine Texte dazu in die Welt hinaus. Auch mit der eingängigen Thrash Ballade „Never Added Up“ bewegt sich der Fünfer stilistisch zwischen Bands wie ARTILLERY, LÄÄZ ROCKIT und HEATHEN. Und mit Songs wie „Relentless“ wird der Hörer umgehend in die 90er Jahre zurückkatapultiert und wem METAL CHURCH heute nicht mehr roh genug sind, der wird vielleicht mit diesem Sound glücklicher! Mit „Everything’s About To Change“ beschließen die Herren ihren dritten Longplayer, haben sich jedoch nicht an dieses Motto gehalten. Auf „A Game You Cannot Win“ bleibt alles beim Alten und das ist auch gut so. HERETIC werden auch mit ihrem dritten Longplayer eher ein Geheimtipp bleiben, dennoch klingt die Scheibe erfrischend altbacken und vor allem absolut ehrlich. Songs wie „This World Called Hell“ oder der Titeltrack sind einfach zeitlos!