Infernäl Mäjesty No God

CD Reviews, Infernäl Mäjesty No God

Wenn eine Band wie INFERNÄL MÄJESTY in dreißig Jahren gerade mal vier Alben auf die Kette bekommt, dann ist es nicht verwunderlich, dass man Zeit seines Bandlebens in der zweiten Reihe verbleibt.  

Dass im Thrash Metal nichts desto weniger ihre Spuren hinterlassen können, zeigt nicht nur das fast schon legendäre Debüt "None Shall Defy" von 1987, sondern zum Teil auch ihr neues Album "No God".Im Lineup hat es mal wieder gerappelt und Sänger Christopher Bailey ist zur Band zurückgekehrt. Dieser gehört mit seinen aggressiven Vocals auch zu den Highlights dieser Veröffentlichung. Auch das old schoolige Riff-Feuerwerk weiß durchgehend zu überzeugen. Nicht ganz so gut gefällt mir die etwas zu moderne Produktion, die der Band viel von ihrem ursprünglich- räudigem Charme nimmt. Auch wenn vor allem in der Mitte der Platte der Fuß manchmal vom Gaspedal genommen wird, spricht das zwar für Variabilität, gereicht der Band jedoch nicht immer zum Besten. Am stärksten sind INFERÄL MÄJESTY immer dann, wenn man straight nach vorne losprügelt.

Somit ist "No God" sicherlich nicht der ganz heiße Scheiß, aber immer noch eine Vollbedienung für Thrasher, die gut reinläuft.