LIK - Mass Funeral Evocation

CD Reviews, LIK - Mass Funeral Evocation

Ich weiß nicht, die wievielte Welle des schwedischen Death Metals inzwischen auf Land trifft, solange sie es in der Qualität von LIK tut, ist mir das aber auch egal.

„Aggressive, dark as hell and still catchy“ so wird Leon del Muerte in Jason Nethertons Extremety Retained zitiert, wenn es um die Zutaten einer gute Death Metal Scheibe geht.
Genau das bieten LIK (nicht zu verwechseln mit den ebenfalls in Schweden beheimateten Black Metal Rockern) auf ihrem Debüt. Dass diese Scheibe so hochwertig ausgefallen ist, wird verständlicher, wenn man auf die Besetzung der Band schaut. Die Musiker haben allesamt Ihre Erfahrungen in Bands wie KAAMOS, GRAVE, SIEBENBÜRGEN, KATATONIA und anderen gesammelt.
´Mass Funeral Evocation´ bleibt konsequent innerhalb der Genregrenzen und klingt trotzdem frisch, denn diese Spielart des Metals bietet mehr Freiräume als viele meinen. Sicher gibt es die straigten klassischen Death Metal Songs wie den Opener ´Serum114´. Durch doppelte Leadgitarren bei ´Le Morte Homme´, das triolische Zwischenspiel bei ´Endless Oceans of Blood´ und Variationen bei den Vocals bleibt die Scheibe spannend. Dazu tragen auch die immer wieder langen doomigen Parts (´Skin Necrosis´, ´Trail ov Entrails´) bei. ´Necromancer´ hingegen ist ein straighter Rocker, der stellenweise Crust Anleihen hat. Auch kleine Änderungen zeigen Wirkung: dadurch, dass Chris bei ´Death Orgasimic´ die  Snare weitestgehend auf dem Takt spielt, erinnert der ruppige Song etwas an an ENTOMBED ab der ´Wolverine Blues´.
Und auch die Produktion ist absolut gelungen. Das Album klingt düster, aber nicht so dumpf wie beispielsweise die neue GRAVE.

´Mass Funeral Evocation´ hat jede Menge düstere, aggressive Atmosphäre und klingt gleichzeitig frisch. Viel mehr kann man von einer Platte dieses Genres nicht erwarten. So sollte sie neben mir und Herrn del Muerte auch allen Anhängern des schwedischen Old School Death Metal gefallen.