Magnum – Lost On The Road To Eternity

CD Reviews, Magnum – Lost On The Road To Eternity

Es gibt einige Bands auf die man sich verlassen kann. So zu Beispiel auf die Briten MAGNUM, die schon seit Beginn der 70er Jahre mit ihrem mit etwas Bombast gekrönten Hard Rock eine große Fangemeinde aufbauen konnte und nach einer kleinen Durststrecke in den 90ern mit kommerziellen Blick über den Teich und dahinführender Auflösung nach der Reunion in neuer Frische verdammt starke Alben veröffentlichten.

Auf der Bühne konnte man stets überzeugen, was natürlich auch am ewigen Touren liegt. Nun liegt mit „Lost On The Road To Eternity“ das 20. Studioalbum vor. Und es hat sich etwas getan bei Magnum. Es gibt zwei neue Mitglieder in der Band. An den Tasten hört man nun Rick Benton, der mit neuen Sounds frischen Wind in die Band bringt. Auch Schlagzeuger Harry James musste gehen, da er mit seinen anderen Bands THUNDER und SNAKECHARMER einen vollen Terminkalender hat. Für ihn sitzt nun Lee Morris am Set, der teils eher komplexe Rhythmen in den Kontext bringt, was auch wunderbar zum Bandsound passt. Aber nun zum Album: Mit „Peaches and Cream“ wird die Platte flott gestartet. Die typischen Merkmale der späteren Magnum tauchen auf: ein starkes Riff, ein eher simpler Rhythmus und natürlich die charismatische Stimme von Bob Catley. „Show Me Your Hands“ erinnert da eher an ältere Zeiten, als eine gewissen Verschachtelung eine größere Rolle spielte. Das eher Balladeske „Storm Baby“ kommt episch und gefühlvoll. Der Refrain ist hymnisch. Das progressive „Welcome To The Cosmic Carbaret“ hat einen tollen Aufbau und hätte auch auf dem Klassiker „On A Storytellers Night“ einen würdigen Platz einnehmen können. Atmosphärischer Mittelteil. Der Titeltrack „Lost On The Road To Eternity“ hat einen Gast am Mikrofon: Edguy und Avantasia Sänger Tobias Sammet klingt hier für mich ein wenig zu pathetisch. Trotzdem überzeugt der Song aufgrund gelungenem Aufbaus und dieser progressiven Epik (ja, auch dieses Lied wäre kein Ausfall auf „On A Storytellers Night“). Bei „Without Love“ ertönen Grooves mit denen ich bei Magnum nicht gerechnet hätte. Toll! Diese Rezension zieht sich in die Länge, deswegen hier eine kurze Beurteilung: auch die restlichen Songs überzeugen und überraschen mit neuen frischen Ideen. Das Finale „King Of The World“ ist erhaben episch. Klasse!

 

Auch das Äußere stimmt an diesem Album: Ein LP Kauf lohnt sich, da sich einmal mehr Rodney Matthews für ein ordentliches Artwork gekümmert hat.  Da Steamhammer die CD zum farbigen Gatefold Doppel Album gratis dazulegen lohnt sich diese Investition!

Line Up

Tony Clarkin - guitars

Bob Catley - vocals

Rick Benton - keyboards

Al Barrow - bass

Lee Morris – drums

Tracklist

  1. Peaches And Cream
  2. Show Me Your Hands
  3. Storm Baby
  4. Welcome To The Cosmic Cabaret
  5. Lost On The Road To Eternity
  6. Without Love
  7. Tell Me What You've Got To Say
  8. Ya Wanna Be Someone
  9. Forbidden Masquerade
  10. Glory To Ashes
  11. King Of The World

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Magnum