Terror

Massive Assault - Mortar

CD Reviews, Massive Assault - Mortar

Es ist schon erstaunlich, wie viel Todesblei aus unserem recht kleinen Nachbarland kommt. MASSIVE ASSAULT zeigen, dass auch die „zweite Reihe“ der niederländischen Szene viel Qualität bietet.

So muss einem nach dem wohl nun endgültigen Ende von Flaggschiff  GOREFEST oder der Auflösung von HAIL OF BULLETS nicht Bange um die niederländische Szene sein. Denn nicht nur die Pioniere wie ASPHYX, sondern auch MASSIVE ASSAULT liefern Qualität.
Das Infosheet spricht von einer Mischung aus schwedischem, britischen und niederländischem Death Metal. Das trifft es ganz gut, vielleicht sollte man noch eine gewissen Thrash Einschlag erwähnen. Der gilt vor allem für das Riffing. Vom schwedischen Todesmetall hat man sich die Melodien ausgeliehen, vom britischen stammt ein Punk/Crust Einschlag und das eher rockend groovende erinnert an Landsleute. Der Song, an dem das gut deutlich wird, ist ´Suffer In Terror´: das Anfangsriff könnte von GOREFEST stammen, ehe der Song dann eine punkige Wende nimmt, die mit feinen Melodien garniert wird. Neben diesem für MASSIVE ASSAULT eher ruhigen Track  gibt es aber auch straigthe Abrissbirnen wie das folgende ´Extinction´. ´Original Sin´ hat dann wieder eine andere Stimmung, wird hier doch was Rhythmus und Gitarrenarbeit angeht technisch eine Schippe draufgepackt. Auch bei den Vocals gibt es Effekte, die sonst nicht zu finden sind. Der Song hat eine düstere Stimmung und groovt gleichzeitig wie die Sau.
Im Gegensatz zum SLEDGEHAMMER NOSEJOB Langeisen, zu denen es ja eine personelle Schnittmenge gibt, wirkt das Album trotz aller Variationen wie aus einem Guss. Da macht es auch nichts, dass das Tempo von Blast bis Doom reicht. In der Regel geht es in fettem Midtempo zur Sache, MASSIVE ASSAULT sind halt Niederländer.
Die Produktion ist fett, mir sind die Gitarren fast schon einen Tick zu modern aufgenommen, Druck haben sie auf jeden Fall.
 
´Mortar´ schafft es, gleichzeitig traditionell und modern zu klingen. Old school Death Metal Maniacs mit Scheuklappen wird das abschrecken. Gerade die Mischung unterschiedlicher Stile macht die Platte für mich interessant. Diejenigen, die auch moderneres Riffing und typische Crust Passagen mögen werden an dieser Scheibe ihre Freude haben.

Line Up

Fredde - Guitars
Jos - Vocals
Gideon - Drums
Joop - Bass

Tracklist

1. World Funeral
2. Cause/ Effect
3. Suffer In Terror
4. Extinction
5. Original Sin
6. Empty Shell
7. Anger Overdrive
8. Frozen Hell
9. Deranged Humanity