Necrovorous - Plains Of Decay

CD Reviews, Necrovorous - Plains Of Decay

NECROVOROUS legen mit ihrem zweiten Longplayer 'Plains Of Decay' ein Death-Metal-Album vor, das das Zeug zum Klassiker hat, weil es virtuos in traditioneller Manier alle Genre-Must-Haves bedient und somit einen Sound bietet, dem man sich aufgrund seiner brutalen Härte, aufgrund seiner düsteren Infernalität und aufgrund seiner dynamischen Riffigkeit einfach nicht entziehen kann. So muss Todesmetal klingen!

NECROVOROUS stammen aus dem Land, das gemeinhin als Wiege der europäischen Kultur und der Demokratie gilt. Seit 2005 treiben sie jetzt in Griechenland und weit darüber hinaus ihr death-metallisches Unwesen, auch wenn immer wieder längere Phasen der Nullaktivität zu vermelden waren. Nach einigen EPs und dem Debütalbum "Funeral For The Sane (2010" legt das Trio mit "Plains Of Decay" ein wahres Meisterwerk vor, das einen von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann zieht.

Schon der Opener mit dem wahrscheinlich längsten Songtitel ever 'The Sun Has Risen In A Land I No Longer See' zeigt, wohin die Reise geht: Kompromisslose Brutalität trifft auf düstere Infernalität, wobei die klassisch-todesmetallischen Soli für eine ungemeine Old-School-Atmosphäre sorgen. Hammer! Dass sich die Griechen auch in Puncto mitreißende Riffs nicht zu verstecken brauchen, stellt der Track 'Cherish The Sepulture' eindrucksvoll unter Beweis, vor allem auch im Hinblick auf die gekonnten Grooves. 'Eternal Soulmates' besticht vor diesem Hintergrund zusätzlich noch durch die Tempowechsel. Besondere Aufmerksamkeit verdient natürlich der Titeltrack 'Plains Of Decay', der zunächst als martialische Walze daherkommt und dann durch die infernale Düsternis eine sehr morbide Stimmung zu erzeugen vermag.

Ähnliches gilt für 'Psychedelic Tribe Of Doom', ein Track, der durch seine rhythmische Dynamik vor dem Hintergrund eines atmosphärischen Mehr an Emotionalität besticht. Weltklasse! Bei 'Faces Of Addiction' können sich selbst die Riffkönige des Genres eine Scheibe abschneiden. In 'Red Moon Rabies' zeigen die Jungs ihr Können in weniger als einer Minute, wohingegen 'Misery Loves Dead Company' wieder einmal durch die kompositorische Vielseitigkeit und ein furioses Ende besticht. Denn das hammermäßige am Album ist, dass es auch nach mehreren Durchläufen immer etwas Neues zu entdecken gibt. Und wie es sich für ein weltklasse Death-Metal-Longplayer gehört, ist der Rausschmeißer von der ruhigeren, doomigeren und atmosphärischeren Art. Hier sogar völlig ohne Gesang. Das muss man sich auch erst einmal trauen!

Fazit: NECROVOROUS legen mit ihrem zweiten Longplayer 'Plains Of Decay' ein Death-Metal-Album vor, das das Zeug zum Klassiker hat, weil es virtuos in traditioneller Manier alle Genre-Must-Haves bedient und somit einen Sound bietet, dem man sich aufgrund seiner brutalen Härte, aufgrund seiner düsteren Infernalität und aufgrund seiner dynamischen Riffigkeit einfach nicht entziehen kann. So muss Todesmetal klingen!