Mortillery - Origin Of Extinction

CD Reviews, Mortillery - Origin Of Extinction

So so, Kevin Gaudet ist jetzt nicht nur noch Eishockeytrainer bei den Bietigheim Steelers, sondern rührt auch noch die Kessel bei diesen kanadischen Thrashern. Spaß beiseite, Gaudet scheint im Land des Eishockeys ein Name wie Müller bei uns zu sein.

Es gibt ja das Vorurteil, dass fast ausschließlich alte Männer auf Thrash Metal abfahren. Den beiden jungen Damen Cara McCutchen (V) und Miranda Gladeau (B) scheint das relativ egal zu sein und sie lärmen auf "Origin Of Extinction" munter mit. Der Terminus Thrash wird von Mortillery allerdings an der Grenze zum Heavy Metal interpretiert. Die Gitarren sägen durchaus hart vor sich hin, doch bleibt Mrs McCutchen meist bei ihrer normalen Singstimme. Am besten wird es immer dann, wenn sie ordentlich aggressiv losröhrt. Leider sind die höheren Töne nicht unbedingt ihre stärkste Stimmlage. Die große Stärke der Platte ist ihre Unbekümmertheit und Schnörkellosigkeit über die gesamte Spielzeit. Allerdings könnten ein paar mehr Songs im Ohr hängen bleiben. Am ehesten gelingt dies noch "The Hunter's Lair".

Auch wenn Mortillery vielleicht (noch) nicht wie eine Bombe einschlagen werden, haben wir es hier doch mit einer gut hörbaren Thrash-Scheibe zu tun.