Pyogenesis - A Century In The Curse Of Time

CD Reviews, Pyogenesis - A Century In The Curse Of Time

PYOGENESIS das sind für mich die frühen Doom-, Death- und Gothic Metal - Veröffentlichungen, angefangen beim 92er Osmose-Debut "Ignis Creatio", bei der "Waves Of Erotasia"-EP und beim Longplayer "Sweet X-Rated Nothings" aus dem Jahr 1994 bis zum Durchbruch mit "Twinaleblood" 1995.

PYOGENESIS das sind für mich die frühen Doom-, Death- und Gothic Metal - Veröffentlichungen, angefangen beim 92er Osmose-Debut "Ignis Creatio", bei der "Waves Of Erotasia"-EP und beim Longplayer "Sweet X-Rated Nothings" aus dem Jahr 1994 bis zum Durchbruch mit "Twinaleblood" 1995. Auch wenn man zu diesem Zeitpunkt schon mit weitreichenden Alternative-Einflüssen flirtete, verlor die Band für mich erst danach mit der konsequenten Abkehr vom Metal an Bedeutung. Bis 2002 folgten nicht wenig erfolgreiche Jahre im internationalen Pop- und Rock-Zirkus, Mainstream-Experimente mit Liquido, das vermeintlich große "Karriere-Besteck" in einer Zeit, in der der Heavy Metal implodierte, um danach erstarkt wie Phönix aus der Asche empor zu steigen. "She Makes Me Wish I Had A Gun" markierte das vorläufige Ende der Band, in der nur noch Sänger/Gitarrist Flo Schwarz vom ursprünglichen Line-Up übrig geblieben war. 

Nun kehren die Schwaben zurück zu den Wurzeln und präsentieren auf dem unerwarteten neuen Album eine erfrischende Mischung aus Gothic, Doom, Death, Alternative Metal. Abwechslungsreich, eingängig, hymnisch, poppig, vor allem aber metallisch wie lange nicht mehr. Man merkt dem Album an, dass PYOGENESIS hier befreit von allen stilistischen Zwängen und Fesseln aufspielen. "A Century In The Curse Of Time" repräsentiert eindrucksvoll sämtliche musikalischen Facetten der Band, gründend auf den metallischen Wurzeln. Es ist das Missing Link zwischen "Sweet X-Rated Nothings" und "Twinaleblood" und wird alte Wegbegleiter bis zu jener Phase mindestens phasenweise begeistern, aber auf gar keinen Fall enttäuschen. Toppen kann es jene Frühwerke leider nicht, dazu gerade in der zweiten Albumhälfte die eine oder andere Länge eingeschlichen,dennoch gratuliere ich PYOGENESIS zu einer gelungenen Rückkehr.

 

Line Up

Flo Schwarz - Guitars, Vocals, Keyboards

Gizz Butt - Backing Vocals, Guitar

Malte Bauer - Bass

 Olman Viper - Drums

Tracklist

1. Steam Paves It´s Way (The Machine)

2. A Love Once New Has Now Grown Old

3. The Best Is Yet To Come

4. Lifeless

5. The Swan King

6. Flesh And Hair

 7. A Century In The Curse Of Time