Sick of Society - Weekend Anarchy

CD Reviews, Sick of Society - Weekend Anarchy

Die ulmer Porn'n'Roll Kapelle S.O.S. läutet mit diesem Werk das 17 Jahr ihres Schaffens ein. Ich weiß nicht, welchen Teil der Porno-Aspekt in ihrer Musik einnimmt (nackichte Mädels klettern jedenfalls nicht aus meinen Boxen), doch gerollt wird hier auf jeden Fall sehr ordentlich.

16 Mal wird die Punk Rock Keule ausgepackt und sehr amtlich über den Küpfen der versammelten Gemeinde geschwungen. Dabei findet man sowohl eher Deutschpunk-orientierte Songs á la "Alles Scheisse", als auch etwas hardcorige Kompositionen wie etwa "The Wall". Und wer dann noch einen flotten Tanz auf die bierverschmierte Betontanzfläche des lokalen Jugendheims legen möchte, der bekommt mit Songs wie "It's a Monster" den passenden Soundtrack geboten.
S.o.S. haben sich die Kampfstiefel zugeschnürt und ziehen wildernd durch den Gemüsegarten des Punk-Oi-Ska-Hardcores. Aber egal welche Stilrichtung in den Fordergrund gestellt wird, die Jungs sind immer eingängig und melodös und vor allem authentisch. Man riecht quasi den Zigarettenrauch und die Bierfahne vergangener Jahre aller schmuddeligen Szenerockschuppen der Republik und S.o.S. passen einfach dazu: Melodie, rotzige Riffs, politische Mitteilungen und eine gehörige Portion Humor.
Das schöne an S.o.S. ist, dass sich hier sowohl Freunde von NOFX ("War in the Name of Freedom"), Voice of A Generation, Peter and the Testtube Babies oder sogar auch The Real McKenzies wiederfinden dürften.
Die Scheibe hat zwar eine ganze Reihe Highlights, mich haben "Weekend Anarchist" und "Endstation Bahnhofsklo" irgendwie am meisten begeistert. Auf jeden Fall eine antestungswürdige Veröffentlichung.

www.sickofsociety.de
www.myspace.com/pornnrollforever

Das nächste Wochenende kommt bestimmt - viel Spaß in der Anrchie!