Sign Of Cain - To Be Drawn And To Drown

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Puh, SIGN OF KAIN machen es mir nicht leicht. Die Musik ist nicht wirklich in eine Schublade einzuordnen. Allein das spricht für die Scheibe. Als grobe Überschrift kann am ehesten Death Metal herhalten.

Was aber will man auch erwarten, wenn sich Mucker zusammentun, die auch in Death Metal, Folk Metal, Grindcore, Crust und Stoner Bands spiel(t)en? Eben.
Das prominenteste Mitglied ist wohl Schreihals Tompa Lindberg, der sicher vielen von AT THE GATES und DISFEAR ein Begriff ist. Mit ´Bearing Eyes´ gibt es dann auch einen Song der zumindest zu Beginn stark an ATG erinnert. Ansonsten aber ist das Spektrum breiter. Was ´To Be Drawn and to Drown´ von anderen Death Metal Scheiben unterscheidet ist die immer wieder eingestreute Melancholie. Eine dezent eingesetzte Geige hilft dabei, diese Stimmung zu kreieren. Glücklicherweise wird die angenehm dosiert eingesetzt und kleistert nicht alles zu. Der Titeltrack ist ein gutes Beispiel für den Wechsel von schleppenden, melancholischen und aggressiv gebolzten Parts. Die Geige zu Beginn von ´Thunders Never Followed´ erinnert mich an MY BYING BRIDE zu ´As The Flower Withers´-Zeiten. Es geht aber auch anders, so werden bei ´Path of the Feeble´ auch mal abgedämpfte Achtel gefiedelt. 
Aber auch sonst ist Abwechslung Trumpf, so überzeugt das ruhige Instrumental ´Remembrance and Pain´. Angenehm ist auch, dass Tomer Hasenfratz (ja der heißt wirklich so) immer wieder Growls einstreut. Tompa variiert seine Stimme kaum, so wird den Vocals eine Facette hinzugefügt. Gut funktioniert das Wechselspiel bei ´Scatter´.

Wer nicht immer unterschiedliche Platten auflegen will, wenn er Melancholie, Schwere und gleichzeitig Aggression und Raubeinigkeit sucht, ist mit dieser Platte wirklich gut bedient. Gebt ihr ein paar Durchläufe, es lohnt sich.