Tau Cross - s/t

CD Reviews, Tau Cross - s/t

Wenn es ein Projekt gibt, in dem sich mit Rob „The Baron“ Miller und Michel „Away“ Langevin (ehemalige) Mitglieder von AMEBIX und VOIVOD zusammentun, mache ich erst große Augen und dann große Ohren.

Diese Platte ist stilistisch kaum einzuordnen, klingen die Stücke zum Teil doch sehr unterschiedlich. Allen Songs gemein ist eine düstere Atmosphäre. Der Eröffnungsriff erinnert mich etwas an MINISTRY. Das folgende ´Fire In The Sky´ ist dann ein straighter Rocker und ´Stonecracker´ geht noch weiter in diese Richtung. Away hat ja mal gesagt, dass ein VOIVOD Album einen MOTÖRHEAD Song braucht – hier ist der für TAU CROSS. Danach nimmt die Band das Tempo raus und ´Midsummmer´ klingt schon fast nach räudigem Stoner Rock.
Was haben das folgende ´Hangmans Hill´ und Bauchspeck gemeinsam? Richtig, beide sind durchwachsen. Die hohen Vocals zu Beginn verhageln mir die Atmosphäre. Was richtig schade ist, dass er Song eigentlich das Potential zum Oberhit hat. Tja ein wenig Speck zur Geschmacksverstärkung ist ja gut, aber hier ist es einfach zu viel. Von dieser Delle erholt sich die Platte aber schnell, denn das ruhige ´We Control The Fear´ ist unglaublich intensiv. Wenn JOHNY CASH noch lebte, würde er sicher in die enge Auswahl für ein Cover kommen. Auch in der Folge können mich die eher ruhigen Songs am meisten begeistern. ´Prison´ erinnert mich an eine fette Version von FIELDS OF THE NEPHILIM.

Unterm Strich legen TAU CROSS ein starkes Album vor, dass eine Reise durch unterschiedliche Facetten düsterer Rockmusik bietet. Wenn der Baron sich nun noch die eine für mich unpassende Stimmfarbe verkneift, steht zukünftig ein Oberhammer ins Haus. Ich hoffe doch sehr, dass dieses Album kein Einzelkind bleibt.

Line Up

Andy Lefton - Guitar
Jon Misery - Guitar
Rob (The Baron) Miller - Bass and Vocals
Michel (Away) Langevin - Drums

Tracklist

1. Lazarus
2. Fire In The Sky
3. Stonecracker
4. Midsummer
5. Hangmans Hyll
6. We Control The Fear
7. You People
8. Prison
9. Sons Of The Soil
10. The Lie
11. Our Day
12. The Devil Knows His Own