Terror

The Crown - Cobra Speed Venom

CD Reviews, The Crown - Cobra Speed Venom

Schon über 27 Jahre auf dem Buckel und immer noch nicht müde. Denn nach wie vor vermögen es die Schweden von THE CROWN, ein urgewaltig und unbändig loderndes Metal-Feuer zu entfachen, das auch durch allerlei Widrigkeiten wie Namensänderungen und Line-up-Wechseln nicht zum Erlöschen gebracht werden konnte.

Mit „Cobra Speed Venom“ und der neuen alten Plattenfirma Metal Blades im Gepäck heißt die Devise wieder „volle Kraft voraus“. Das ist auch kein Wunder, zeichnete sich der Sound der Schweden doch schon immer dadurch aus, dass thrashmetallische Dynamik mit todesmetallischer Düsternis kombiniert wurde. Und dementsprechend geben einen die Tracks mächtig eins auf die Zwölf. Man höre nur 'Rise in Blood': trommelfeuerartige Drums und energetische, kraftvolle Riffs schrauben das Tempo mächtig hoch, hintergründige Melodik inklusive Gitarrensoli sorgen zudem für die nötige Intensität. Hammer! Das gilt natürlich auch für den Titeltrack 'Cobra Speed Venom'.

Daneben sind die Schweden aber auch für unter die Haut gehende, wehmütige, aber nicht minder kraftvolle Instrumentals gut, wie 'Where My Grave Shall Stand' eindrucksvoll unter Beweis stellt. Der Rausschmeißer 'The Sing Of The Scythe' besticht durch seine unvergleichliche Vielseitigkeit, sorgt der Wechsel von entschleunigter Intensität und mitreißendem Tempo doch für ein überaus mitreißendes Hörerleben, zumal das nachdenkliche melodische Element seine ganz besondere Wirkung entfaltet. Der Opener 'Destroyed By Madness' besticht nicht nur durch seinen Mitreißfaktor, sondern auch durch seine düstere Infernalität.

Fast schon hymnisch wird es dann phasenweise in dem brutalen Abreißer 'Iron Crown' und auch das Speed-Riff-Monster 'In The Name Of The Death' mit seinen kreischen Gitarren ist unvergleichlich mitreißend. Weltklasse! Das Zeug zum Klassiker hat das um einiges melodischere 'We Avenge!', etwas monolithischer ist titelgemäß 'World War Machine' trotz seiner sporadischen groovigen Passagen, wohingegen Necrohammer noch einmal alle Thrash-Register zieht.

Fazit: Die Schweden von THE CROWN haben mit „Cobra Speed Venom“ ein wirklich erstklassiges Album vorgelegt, auf dem sie gekonnt thrash-metallische Dynamik und death-metallische Infernalität mit melodischer Eingängigkeit kombinieren und das somit das Zeug zum Klassiker hat.Denn so schnell, wie das Gift der Cobra wirkt, ist man von der Durchschlags- und Anziehungskraft des Sounds infiziert. Kaufen!

Line Up

Johan Lindstrand: Vocals
Magnus Olsfelt: Bass
Marko Tervonen: Guitar
Robin Sörqvist: Lead guitar and backing vocals
Henrik Axelsson: Drums

Tracklist

01. Destroyed By Madness
02. Iron Crown
03. In The Name Of The Death
04. We Avange!
05. Cobra Speed Venom
06. World War Maschine
07. Necrohammer
08. Rise In Blood
09. Where My Grave Shall Stand
10. The Sign Of the Scythe