The Order of Chaos – Night Terror (EP)

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Ein Blick in die Welt macht deutlich: Alles im Arsch! Da möchte man sich doch fast einer Geißlerbewegung oder Ufo-Sekte anschließen. Kein Wunder also, dass Klampfer John Albträume hat und nun sogar einen Song darüber geschrieben hat.

„Night Terror“ ist bereits im vergangenen Dezember als Single erschienen. Irgendwie wäre der Song auch eine passende Hymne für den Landkreis Peine. Doch das ist eine andere Sache. Musikalisch ist der Opener der 3-Track EP der traditionellste Song auf der Scheibe. Leads und klassisch-beeinflusste Riffs werden von einer donnernden Rhythmus-Sektion vorangetrieben und Frontfrau Amanda „The Wench“ Kiernan klingt über weite Strecke ziemlich melodiös-versöhnlich. Nur ab und zu wird brutal geshoutet. „False Security“ beginnt zwar auch mit einem klassischen PRIEST Riff, doch die Growls zeigen sofort, dass wir im 21. Jahrhundert unterwegs sind. Dies gilt auch für das Gitarrenriff in der ersten Bridge nach der Strophe, welches doch sehr modern produziert wurde. Trotzdem gibt es auch genügend Melodie im Song. „New World Order“ ist dann der wohl insgesamt modernste Song der EP. Die Zutaten bleiben gleich (etwas traditioneller Metal im Modern Metal Gewand), doch der Schwerpunkt liegt hier eher auf den modernen Elemente.

THE ORDER OF CHAOS verkürzen mit „Night Terror“ die Wartezeit auf Album Nr. 4. Mit ihrer modernen Interpretation traditioneller Metal-Riffs blasen sie ins gleiche Horn wie ihre Gefährten von LIGHT & SHADE, die 2016 ein hörenswertes Debüt vorgelegt haben. „Night Terror“ ist für mich der stärkste Song der Scheibe, da er sicherlich am eingängigsten ist. Doch die Band hat erfolgreich darauf geachtet, dass für jede Gelegenheit die passende Aggressionsstufe vertreten ist. Gute Vorspeise. Wir sind gespannt auf den Hauptgang!

 

Tracklist

1. Night Terror

2. False Security

3. New World Order