Thurisaz – The Pulse of Mourning

CD Reviews, Thurisaz – The Pulse of Mourning

  • Erstellt am: Freitag, 20 März 2015
  • Label: Sleaszy Rider Records
  • V.Ö.: 31 März 2015
  • Bewertung: Thurisaz – The Pulse of Mourning
  • Redakteur: Martin Storf
  • Spielzeit: 44:03 min

Die Belgier THURISAZ (nicht zu verwechseln mit den namensähnlichen Humppa-Metallern und anderen Gesellen gleichen Namens) existieren schon seit 1997.

Damals noch unter dem Namen Modilium angetreten, fand 2000 die Umbenennung statt und 2004 dann das erste Album „Scent of a Dream“.  Zwei Studiowerke folgten und Anfang des Jahres wurden die hervorragenden akustischen Live-Aktivitäten auf Platte gepresst (mit Covern von Anathema, Woods of Ypres und Amorphis! – Unbedingt mal zu Gemüte führen!). Nun kommt knapp zwei Monate später schon das neue Album „The Pulse of Mourning“ auf den Markt.

Obwohl eindeutig um Doom-Metal beheimatet, gehen die Flamen doch recht beschwingt zur Sache. Das Intro „Longing…“ wiegt den Hörer, abgesehen von bedrohlichem Brummen, noch in trügerischer Wohlfühlatmosphäre, bevor der böse Zwilling „…For A Change“ nahtlos mit Blastbeats und Gitarrenwänden loslegt, bevor Keybords die Härte rausnehmen. Aber ob der Kürze des Stücks ist das wohl auch nur als Ouvertüre zu sehen, bevor mit „Patterns of Life“ der erste „richtige“ Song folgt.

Dieser und die folgenden Lieder wie „Rays of Light“ atmen an jeder Ecke AMORPHIS zu Death/Doom-Zeiten, irgendwo zwischen „Tales from a Thousand Lakes“ und „Tuonela“. Düstere Growls und harte Gitarren, dann viel Keyboard und Klargesang, bei dem Peter Theuwen tatsächlich wie Pasi Koskinen klingt. Im Unterschied zu den Finnen gehen THURISAZ allerdings auch mal mit ordentlich Speed an den Start, bis sie dann wieder von den zum Glück nicht allzu dominanten Keys eingefangen werden. Die stehen dann auch beim instrumentellen Klavier-Zwischenstück „Tangram“ im Mittelpunkt.

Mit „One Final Step“ wird dann etwas mehr Eigenständigkeit erreicht: Auf 8 Minuten ausgebreitet gibt es technoide Synthies, rasante Gitarrenparts und akustische Pausen, bevor dann doch wieder Midtempopassagen und Klargesang dominieren. „Enslaved dreams“ ist dann wieder ein kurzes Zwischenstück. (ENSLAVED haben gerade das Stück „Thurisaz dreaming“ veröffentlicht. Zufall?)

Die abschließende Ballade „Stargaze“ mit viel bedeutungsschwangerem Klavier und Streichern ist dann nicht ganz so mein Fall, macht sich aber sicherlich gut im Akustik-Set. Es wird Zeit, dass sie das mal in Deutschland aufführen.

Wer AMORPHIS und Konsorten mag, kommt um THURISAZ nicht herum! Und Abwechslung ist auf dieser Scheibe auf jeden Fall gegeben.