Trivium - The Sin and the Sentence

CD Reviews, Trivium - The Sin and the Sentence

  • Erstellt am: Mittwoch, 11 Oktober 2017
  • Label: Roadrunner Records
  • V.Ö.: 20 Oktober 2017
  • Bewertung: Trivium - The Sin and the Sentence
  • Redakteur: Martin Storf
  • Spielzeit: 57:16 min

TRIVIUM muss man nun wirklich niemandem mehr vorstellen. Während die Amis zu Beginn ihrer Karriere noch als „neue METALLICA“ angepriesen wurden, hat sich die Band mittlerweile stark emanzipiert und ihren eigenen Headlinerstatus auf den Bühnen dieser Welt erspielt.

Nicht verwunderlich ist diese Tatsache wenn man sich den schon beeindruckenden Backkatalog der vier Jungs aus Florida anschaut, die 2003 ihre Debütalbum rausgebracht haben. Allerdings waren nicht alle Veröffentlichungen bei den Kritikern und Fans wohlgelitten. Deswegen wurde jeder neue Albumrelease gespannt erwartet.

Nun, 14 Jahre und sechs Alben später, steht die nächste Scheibe in den Läden und trägt den Namen „The Sin and the Sentence“. Und der schon vor zwei Monaten vorab veröffentlichte Titeltrack gibt auch hier die Marschrichtung vor: TRIVIUM lassen die Experimente der letzten Alben hinter sich und setzen auf ihre stilprägende Mischung aus Thrash und Metalcore. Stadiontaugliche Chöre („Beyond Oblivion“) treffen hier auf coriges Gekeife und verspielte Gitarrenriffs auf vertrackte Schlagzeugsequenzen.

Auch im weiteren Verlauf des Albums werden sich Fans der ersten Stunde wohlfühlen und alle Trademarks ihrer Lieblingsband wiederfinden. Sänger Matt Heafy hat sich noch einmal gesteigert, klingt in meinen Augen aber manchmal schon zu glattgespült und „poppig“. Besonders „The Heart from your Hate“ zielt da auch auf neue Hörergruppen außerhalb der Kern-Fanbase, so schlimm wie bei DISTURBED ist es aber zum Glück (noch) nicht. Und gleich danach werden bei „Betrayer“ wieder alle Höllenhunde losgelassen. TRIVIUM lassen sich bei ihren Liedern alle Zeit, die sie brauchen und so gibt es auch bei wiederholtem Hören immer wieder Neues zu entdecken.

So wie auf jedem der Songs eindeutig TRIVIUM steht, hat die Band es dieses Mal geschafft, ein Album ohne größere Schwächen auf den Markt zu bringen. Was wohl vor allem auch daran liegt, dass auf Experimente jeglicher Art verzichtet wurde. Diesen Werdegang haben sie dann auch wieder mit ihren Vorbildern METALLICA gemein.