Ursinne - Swim With The Leviathan

CD Reviews, Ursinne - Swim With The Leviathan

Eigentlich hat Jonny Pettersson sein Soll für dieses Jahr mehr als erfüllt, hat er doch mit seinen Bands ASHCLOUD und GODS FORSAKEN zwei überaus hörenswerte Alben herausgebracht. Aber da alle guten Dinge ja drei sind, geht er jetzt zusammen mit DAVE INGRAM (ECHELON, ex-HAIL OF BULLETS, ex-BOLT THROWER, ex-BENEDICTION, DOWN AMONG THE DEAD MEN) und Sonia Nusselder (SEPIROTH, ex-ECOCIDE, ex-SHADE OF HATRED) an den Start, um auch die zweite Hälfte des Jahres nicht ohne selbstgemachten Death Metal ins Land ziehen zu lassen.

Ungestüm wie eine altehrwürdige Urgewalt kommt der Sound daher, brutal, unverstellt und mit einem knarzenden, scheppernden Grundrauschen, so dass man sich allerdings mitunter fragt, ob das Geld für einen Produzenten ausgegangen war. Doch das tut dem Hörgenuss keinen wirklichen Abbruch, denn immer wieder trifft riffige, brutale Dynamik auf einen gut vernehmbaren Hauch von Melodik. Eine erprobte, aber nicht minder anziehende Mischung.

Bisweilen bricht sich PARADISE-LOSTige Düsternis Bahn wie im Track 'Serpentine'. Erstklassiges Songwriting begegnet dann in 'Bullet Bitten', ein Track, der durch seine musikalische Vielseitigkeit zu überzeugen vermag. Wahre Spielfreude offenbart sich in 'The Chimes Of Midnight', wohingegen 'Talons' durch seine unter der harten, felsigen Schale immer wieder durchbrechende Eingängigkeit zu einem musikalischen Kleinod wird.

Richtig Tempo gibt es in dem Track 'Something Wicked This Way Comes', das mitunter aber auch groovy entschleunigt wird, und natürlich darf der Hinweis auf 'Devil May Care' nicht fehlen, den mit Anstand besten Song des Albums. Warum man nach acht eigenen Liedern als Bonus noch THE OSMONDS (warum nicht) , THE VAPORS (ganzgut gelungen), QUEENS OF THE STONE AGE (na, ja) und SIOUXSIE AND THE BANSHEES (ganz nett) covern muss, erschließt sich mir nicht so auf Anhieb.

Fazit: URSINNE legen mit "Swim With The Leviathan" ein grundsolides, authentisches und ehrliches Death-Album der alten Schule vor, das das Potenzial der Zusammenarbeit von Jonny Pettersson und Dave Ingram ganz gut offenbart und für die Zukunft hoffen lässt!