VADER - FUTURE OF THE PAST II – HELL IN THE EAST

CD Reviews, VADER - FUTURE OF THE PAST II – HELL IN THE EAST

VADER sind bekannt, dass sie nicht nur genialen Death Metal spielen und sowohl Qualität auf CD liefern, wie natürlich live on stage. In letzter Zeit experimentiert Peter auch gern mit deutlich mehr Thrash und Speed-Attacken, um auch dadurch auf die Herkunft (back to the roots), wie alles eben 1983 ff angefangen hatte aufmerksam zu machen.

Biografie, die Neuauflage der Demotapes -in verschiedenen Versionen- und einiges mehr ist in letzter Zeit unter dem Banner VADER erschienen. Natürlich ohne dabei ständig -on stage- präsent zu sein.Nun folgt der nächste Streich in Form eines zweiten, reinen Coveralbums. „Future of the Past“ von 1996 beinhaltetet zahlreiche Coversongs, die auch live (auch bereits vor dem Release) nicht wegzudenken waren. Entsprechend positiv wurde damals schon das Album von den Fans und Presse aufgenommen & auch aufgrund dieses Werkes wurde VADER deutlich mehr Aufmerksamkeit zugeteilt.
 
Nun schreiben wir das 2015 und das Konzept der Vol. 2 von „Future of the Past“ wird durch den Zusatztitel klar: „HELL IN THE EAST”. Also konzertiert man sich auf die Coversongs des Ostblocks, mit elf polnischen und einer tschechischen Band. VADER schafft es mal wieder ihren eigene Spirit in die Songs anderer Vertreter einzubringen. Heftig, direkt und eben auch mal nostalgisch erscheinen die Versionen von Kultbands des polnischen Undergrounds (von damals!).Sicherlich wird es etliche Fans geben, die von Bands wie u.a. Slashing Death (die ex-Band von Doc), Kat (Kultband aus den 1980er Jahren, mit die erste Heavy-Thrash-Band des Ostblocks) oder Thantos (heute Trauma) und Ghost (nicht die bekannten Skandinavier) keine Songs gehört haben. Daher wird es einmal mehr einen dazu bringen sich noch tiefer in die Underground-Szene einzubringen, wie auch einem vielleicht vorkommen, dass es auch reine Songs aus der Feder von VADER hätten sein können, die hiermit präsentiert werden. Und das nicht nur, weil sie überwiegend mit polnischen Texten daherkommen. Gäste sind natürlich auch mit von der Partie, wie u.a. Bruno Kovarik (Krabathor).
 
Fazit: Peter und Co. zeigen einmal mehr auf, dass sie ebenso Fans sind wie jeder andere von uns. Und mit diesem Release erzeugen sie ganz klar mehr Aufmerksamkeit auf die Vielfalt der (Underground)-Szene ihrer Heimat. Das ist auch  gut so. Macht Laune und hoffentlich werden einige Tracks auf im Liveset ihren Platz finden.

„FUTURE OF THE PAST II – HELL IN THE EAST” erscheint als Digipak, Vinyl und Tape. Des Weiteren wird in diesem Zuge auch die erste Veröffentlichung von 1996 „Future oft he Past“ neu aufgelegt, mit einem angepassten Coverartwork und ebenfalls als Digipak, Vinyl & Tape.