BLOODHUNTER - The End of Faith

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Spanien steuert momentan durch stürmische Gewässer. Da verwundert es nicht, wenn die iberische Halbinsel solch wütende Bands wie BLOODHUNTER hervorbringt. Mit „The End Of Faith“ liefern die female-fronted Death Metaller ihr Zweitwerk ab.

Bereits ein Jahr nach der Gründung 2008 hat die Band mit Diva die passende Besetzung für den Posten am Mikro gefunden. Die Gute growlt und schreit und kann es problemlos mit anderen Todesgrunzern aufnehmen. Gleichzeitig läuft sie aber auch nicht Gefahr als bloße Kopie von Szenegrößen wie Sabrina Claasen (HOLY MOSES) oder Alissa White-Gluz (ARCH ENEMY) gehandelt zu werden.

Musikalisch bewegen sich BLOODHUNTER zwischen hartem Thrash Metal und brutalem Death Metal. Allerdings wird nicht nur blind geprügelt, sondern in Songs wie „Death & Rebirth“ zeigen die Spanier, dass sie ihr Handwerk verstehen und technisch auf hohem Niveau mithalten können. Insofern verwundert es auch nicht, dass die Band am Ende von „The End of Faith“ den Göttern von DEATH huldigt. Mit „Crystal Mountain“ hat man zudem einen Song ausgewählt, der die musikalischen Wurzeln der Band recht gut umschreibt – zumindest wenn man sich noch eine Portion HOLY MOSES dazu denkt. Bei Songs wie „Let the Storm come“ oder „Possessed by myself“ zeigt die Band, dass sie durchaus auch ein Händchen für eingängiges Songwriting hat. Diesen Ansatz sollten sie weiter verfolgen, um Eintönigkeit zu vermeiden, denn leider halten nicht alle Songs dieses Niveau.

BLOODHUNTER erzielen mit „The End of Faith“ einen Achtungserfolg und punkten vor allem in Sachen technische Brutalität. Das Niveau von Bands wie ARCH ENEMY können die Spanier aber (noch) nicht über die gesamte Spielzeit halten. Trotzdem dürfte „The End of Faith“ ein lohnenswerter Geheimtipp für Thrash-Death Fetischisten sein.

Das aktuelle Video der Band sehr ihr hier: Bloodhunter - All These Souls Shall Serve Forever

(c) Pic: Xtreem Music