Dead Lord - In Ignorance We Trust

CD Reviews, Dead Lord - In Ignorance We Trust

Mit nur zwei Alben haben es DEAD LORD geschafft, in den Classic Rock / Hardrock-Olymp aufzusteigen und gehören mittlerweile zu den Bands, die bei mir für erhöhten Puls und leicht schwitzige Hände sorgen, wenn ein neues Album ansteht.

Wie verhält es sich nun mit "In Ignorance We Trust"? Irgendwie zwiespältig. Der Opener "Ignorance" geht (mit beiden Augen zugedrückt) noch in Ordnung, ist aber nach Bandmaßstäben maximal mittelmäßig. Dann tritt Erleichterung ein, denn mit "Too Late" und "Reruns" folgen die beiden besten Songs der Platte. Endlich überzeugen die Melodien. Danach jedoch bahnt sich das Drama seinen Weg: Wie man "Leave Me Be" einspielen kann, ohne dabei einzuschlafen, ist mir ein Rätsel. "The Glitch" ist dann fast schon eine Frechheit. Hat Hakim Krim das Stück als neunjähriger Gitarren-Anfänger geschrieben? Langeweile pur! "Kill Them All" geht einigermaßen okay, während danach wieder Langeweile eintritt. Wer in der Lage ist, Killersongs wie "Hank", "Onkalo" oder "Ruins" zu schreiben, darf sich mit soviel Durchschnitt einfach nicht zufrieden geben. Wenigstens mit dem abschließenden "Darker Times" zeigen DEAD LORD nochmal ihre Zähne.

Es tut mir in der Seele weh, diese symphatische Truppe nicht nach allen Regeln der Kunst abzufeiern, aber dazu besteht dieses Mal schlicht und einfach kein Anlass. Jungs, ihr könnt das viel besser – hoffentlich beim nächsten Album wieder!