Deserted Fear - Dead Shores Rising

CD Reviews, Deserted Fear - Dead Shores Rising

Es ist gar nicht lange her, da lag der deutsche Death Metal quasi darnieder. Doch schon seit einigen Jahren brodelt es im Untergrund und es werden immer mehr talentierte Truppen an die Oberfläche gespült. Seien es nun Sulphur Aeon, Revel In Flesh, Slaughterday oder eben DESERTED FEAR.

Nach einem vielgelobten Album ("The Kingdom Of Worms"), einer Tour mit Morbid Angel und einem Labelwechsel von F.D.A. zu Century Media könnte einem die Höhenluft schonmal zu Kopfe steigen. Von diesem Druck merkt man der Band auf dem Drittwerk "Dead Shores Rising" zum Glück nichts an. DESERTED FEAR legen einen im besten Sinne ausgereiften Death Metal-Brocken für Gourmets vor, an dem höchstens die "Nach-dem-ersten-Demo-war-alles-kacke"-Fraktion etwas zu Meckern haben dürfte. "Dead Shores Rising" wirkt durchdachter und durchkomponierter als sein eh schon starker Vorgänger. Dabei fällt es schwer zu beschreiben, was eigentlich das Besondere an der Band ist. Es gibt härtere, extremere, schnellere Kapellen und auch geografisch lässt man sich kaum zuordnen. Okay, einige Gitarrenharmonien haben einen leichten Elchtod-Touch, von Schweden-Death wie bei Revel In Flesh kann man hier allerdings nicht sprechen. Im Umkehrschluss heißt das, dass DESERTED FEAR mit einer gewissen Eigenständigkeit, hartem Death Metal und schleichenden, unaufdringlichen Melodien (z.B. "Open Their Gates", "The Carnage") punkten können.

 

Es ist zwar gerade mal Januar, trotzdem sollte es mich wundern, wenn man von "Dead Shores Rising" in Bälde nicht als einem absoluten Death Metal-Highlight des Jahres sprechen sollte. Gut abgeliefert!