Entrails - World Inferno

CD Reviews, Entrails - World Inferno

Gerappelt hat es im Hause ENTRAILS und Jocke Svensson und Adde Mitroulis haben sich in aller Freundschaft aus der Band verabschiedet.

So ein Sängerwechsel birgt ja grundsätzlich die Gefahr, dass die Identität einer Band zu sehr verändert wird. In diesem Punkt kann schon einmal Entwarnung gegeben werden, da Tommy Carlsson seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Auch Tommy hat viel Dreck in der Stimme und ist in der Lage, die 10 Schwedenhappen zu veredeln. Auch sonst bleiben ENTRAILS auf „World Inferno“ ihrer Marschrichtung hundertprozentig treu. Keine Band spielt den alten Schweden-Death derzeit mit dermaßen viel Hingabe und Authentizität – nein, nicht einmal Entombed. Diese Gitarren, diese Songs! Etwas zu meckern habe ich dennoch: Auf „World Inferno“ kommt man nicht ganz an das zwingende Songwriting des Vorgängers „Obliteration“ heran. Gut, das verwundert nicht, zählt „Obliteration“ für mich doch zu einem der Genre-Highlights überhaupt.

Von einer Enttäuschung kann hier also wirklich keine Rede sein. Vielmehr sind ENTRAILS nach wie vor die erste Adresse für Schweden-Death-Fans, deren „Left Hand Path“-Exemplar langsam totgenudelt ist.