Ereb Altor - Ulfven

CD Reviews, Ereb Altor - Ulfven

EREB ALTOR sollten dem gemeinen Doom-Wikinger mittlerweile keine Unbekannten mehr sein, haben die Schweden doch seit 2010 fast in jedem Jahr ein neues Album auf konstant hohem Niveau herausgebracht.

Das 2017er Machwerk hört auf den Namen „Ulfven“ und macht da keine Ausnahme. Im zweiminütigen Spoken-Word-Intro werden wir in die nordische Sagenwelt eingeführt (zumindest diejenigen, die Schwedisch können; Google Translate faselt unter anderem was von „Straßenprofil“ und „Brandschutzvorschriften“ – haben wir die Edda etwa die ganzen Jahre so sehr missinterpretiert?)

Im Anschluss folgt die bewährte EREB ALTOR-Kost: Eine gesunde Mischung aus epischen BATHORY-Schlachten und schnellen Wikinger-Grunz-Passagen. Im Gegensatz zur Schwesterband ISOLE geht man schneller und härter zur Sache, jedoch sind trotzdem die getragenen Choräle, die mit dem harschen Gesang eine Symbiose eingehen in jedem Lied essentieller Bestandteil des Arrangements.

Bei „Av Blod Är Jag Kommen“ erreicht dieses fast ROTTING CHRIST-Sphären, aber das epische Herzstück des Albums ist das zehnminütige Lied „Bloodline“, bei dem alle Register gezogen werden. Schnelle Stücke, wie „The Rite Of Kraka“ lassen hingegen etwas Inspiration vermissen und könnte bei seiner Länge etwas mehr Abwechslung und ein stärkeres Gesangsbild vertragen. Dies ist beim folkigen Titelsong „Ulfven“ dann wieder gegeben, sodass insgesamt auf dem Album die starken Stücke überwiegen.

Vielleicht sollten EREB ALTOR wieder zu einem zweijährigen Releasezyklus übergehen, und dann die besten Songs von zwei Alben auf einem veröffentlichen. Immerhin kommt das Digipack dann noch mit drei Bonustracks, was so die ansonsten recht schmale Spielzeit von nur 49 Minuten wieder etwas ausgleicht.