Firespawn - The Reprobate

CD Reviews, Firespawn - The Reprobate

Aus Erfahrung gut. Dieser Slogan der Firma AEG passt wie die bekannte Faust auf das Auge. Denn die Musiker der als Supergruppe verschrienen Band FIRESPAWN können auf über 25 Jahre sehr erfolgreiche Erfahrungskompetenz im Bereich des Death Metal zurückblicken, zumal sie auch noch in Schweden beheimatet sind.

Natürlich verstehen die sich mittlerweile wie einige Mitglieder der Twilight-Redaktion in den 40ern befindenden Mitglieder wie LG Petrov (ENTOMBED A.D.), Alex Impaler (NECROPHOBIC) und Victor Brandt (ENTOMBED A.D.), Fredrik Folkare (UNLEASHED, NECROPHOBIC) und Matte Modin (RAIDED FIST) auf ihr Handwerk und so ist ihnen mit dem Nachfolger zu "Shadow Realms" gelungen, mit "The Reprobate" ein noch monströseres Monster zu erschaffen, das wahrer Balsam auf die geschundene Seele ist und den leeren Akku in "Null Komma Nichts" wieder auflädt.

Den Anfang macht der hammermäßige Opener 'Serpent Of The Ocean', der Growler Petrov in Hochform und die perfekte Kombination von plattwalzender Brutalität und düsterer Infernalität bietet. Eine Nummer härter gibt sich dann der Track 'Blood Eagle', der für die schwächeren unter uns vielleicht schon zu hart sein könnte, obwohl unter der brutalen Schale immer wieder auch sporadisch eingängige Kerne zu hören sind, bisweilen in Form der überaus gelungenen Gitarrensoli.

In druckvoller Dynamik brettert das Metalbiest in 'Full Of Hate', das in "Damnatio Ad Bestias" in furchterregender Groovigkeit mit seinen Opfern zu spielen scheint. Schließlich bezeichnete man im antiken Rom mit "Damnatio Ad Bestias" die Verurteilung von Verbrechern zum Tod durch wilde Tiere. Das kann man sich ruhig mal merken. Das Besondere an 'Death By Impalement sind die klösterlichen Chorale im melodischen Teil des Songs inklusive der begleitenden Soli, während 'General's Creed' fast kein Stein auf dem anderen lässt. Auch kein Song für schwache Gemüter, trotz seiner hintergründigen Melodik. Gleiches gilt für 'A Patient Wolf', ein Track, mitunter einen sehr crustcorigen Charakter hat. Hammermäßige Riffs, mitreißende Grooves und ein Mehr an Eingängigkeit bietet der überzeugende titelgebende Track, weltklasse ist zudem der Rauschmeißer 'Nightwalkers'.

Fazit: Mit ihrem zweiten Longplayer "The Reprobate" stellen die Mannen um L.G. Petrov eindrucksvoll unter Beweis, dass sich langjährige Death-Metal-Erfahrung mehr aus auszahlt. Denn der neue Longplayer ist ein imposantes, monströses Opus, das durch die richtige Mischung aus gnadenloser Brutalität, düsterer Infernalität und einem Hauch intensiver Eingängigkeit mehr als überzeugen kann.