Forsaken - Pentateuch

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Forsaken sind zurück. Endlich, möchte man nach einer Wartezeit von 8 Jahren sagen. Immerhin gehören die Malteser zu den Urvätern des Epic Doom Metal und das auch vollkommen zu Recht. Genrefans, die Bands wie Solitude Aeturnus, Count Raven oder (natürlich) Candlemass lieben, kommen hier jedenfalls voll auf ihre Kosten.

Mit einem kleinen recht unspektakulären Intro beginnt das Album, doch dann beweisen Forsaken, dass sie es noch immer drauf haben. Mit stampfendem Rhythmus und sehr schönen Melodien beginnt "Serpent Bride" und Sänger Leo Stivala vervollständigt diesen sehr gelungenen Opener. Forsaken sind immer dann am besten, wenn sie doomig bis Midtempo spielen. Aus diesem Grund fällt der Uptempo-Song "Sabaoth (The Law Giver)" auch etwas aus dem Rahmen. Auch das Zwischenstück "The Banishment" hätte nicht unbedingt sein müssen. Aber: "Primal Wound", "The Dove and the Raven", "Decalogue" und vor allem der letzte in Überlänge gestaltete Song "Apocryphal Winds" sind einfach nur wunderschön und genial arrangiert. Die Produktion kommt manchmal etwas dumpf daher und vor allem die Snare klingt mir persönlich etwas zu topfig. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau, welches Procession aus Chile/Schweden, die diesen Herbst ebenfalls ihr neues Album veröffentlichen werden, erstmal auch wieder erreichen müssen. Dieses Album ist ein Pflichtkauf für jeden echten Doom Metal Fan.