Fubar - Weltschmerz

CD Reviews, Fubar - Weltschmerz

Die Niederlande sind ja bekannt für hochkarätigen Death Metal. Mit Grindcore brachte ich unsere Nachbarn bisher eher nicht in Verbindung. Das ändert sich mit FUBAR.

Obwohl FUBAR seit 15 Jahren existieren, zwei Alben und wie es sich für eine Grind Band gehört zig Splits rausgehauen haben, waren sie mir bisher unbekannt. Ich bin schon etwas verwundert, dass FDA die Band unter Vertrag genommen haben, wo es keine Verlängerung mit dem bisherigen Grind Flaggschiff NECROMORPH gab. Wie dem auch sei...
Das Album startet schleppend und bei den ersten Tönen bin ich eher an Black Metal als an Grindcore erinnert. Das aber ändert sich, wenn die Niederländer bei ´ Exhaustion´ sofort losgrinden. Grind und Crust Parts geben sich in der Folge die Klinke in die Hand. ´Weltschmerz´verliert sich nie in sinnlosem Geknüppel, bei allen Songs ist der rote Faden erkennbar. Durch eingestreute Variationen verhindern die Niederländer, dass die Platte einfach so vorbeirauscht. So klingen bei ´Paranoia´ dezente Melodien durch und das folgende klingt dann etwa so, als ob ihr eine der ersten beiden  AMORPHIS Scheiben auf 45 abspielt.  ´Light´ hat fast schon hymnische Passagen und beim Anfangsriff von ´Hell´ bin ich stark an VENOMS ´Countess Bathory´ erinnert.
Auch Sound und Aufmachung gehen absolut in Ordnung. Wer auf Grind steht, der einen übersichtlichen Chaosfaktor hat, ist bei diesem Album genau richtig.

Weltschmerz ist ein gutes variables Grind Album, so besonders und intensiv wie NECROMORPHs ´Under The Flag´ ist es nicht.