Little Caesar – Eight

CD Reviews, Little Caesar – Eight

Der vermeintliche Nebel der Haarspraydosen hat sich fast 30 Jahre nach dem selbstbetitelten Debüt endgültig und vollständig verzogen, dafür knirscht nur der Staub und Sand des trockenen Blues-Hard-Rocks der Amis in den Gehörgängen.

Sechs Jahre sind seit „American Dream“ vergangen und in der Zwischenzeit haben die Fans lediglich ein Livealbum namens „Brutally Honest“ vorgelegt bekommen. Mit teilweise neuer Mannschaft und neuem Laben sind Stimmwunder Ron Young & Co nun aber wieder zurück. Schon optisch beschreitet man mit „Eight“ den Weg weiter, den das Livealbum andeutete: Besinnung auf die rockigen Wurzeln und etwas R’N’R Flair. Musikalisch zeigen die Herren, dass ihre Wurzeln durchaus auch in traditioneller amerikanischer Western Musik liegt. Mit Merle Haggards „Mama Tried“ liefern Young und seine Mannen eine superbe und schmissige Version des Klassikers ab. Richtig gut. Aber auch die eigenen Songs haben richtig Power und Durchschlagskraft, wie schon der Opener „21 Again“ beweist. Mit Titeln wie „Crushed Velvet“ ziehen LITTLE CAESAR problemlos an Veteranen wie ZZ TOP vorbei. Die große Stunde des Ron Young schlägt immer dann, wenn es ruhig wird in der Band. Das hat er mit Songs wie „Do Angels Die“ (MANIC EDEN) ebenso gezeigt wie in „In Your Arms“. Mit „Time Enough For That“ folgt nun ein weiterer Slo-Mo-Rocker und mit „Morning“ eine amtliche Ballade. Meist wird aber richtig vom Leder gezogen und „Straight Shooter“ verspricht nichts, was der Song nicht halten kann. „Good Times“ ist nicht nur ein klasse Song, sondern fasst die Stimmung des Albums auch treffend zusammen!

LITTLE CAESAR melden sich mit einem weiteren starken Album zurück und bleiben ihrem warmen Southern-Blues-Hard-Rock auch nach 30 Jahren noch treu. „Eight“ ist die musikalische Schneeschmelze für Freunde von THE BLACK CROWES, ZZ TOP oder GREAT WHITE.