Memoriam - The Silent Vigil

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Das nenne ich mal fleißig: Gerade mal 364 Tage nach dem Debüt “For The Fallen” hauen MEMORIAM mit “The Silent Vigil” einen Nachfolger raus.

Dieser zeigt jedoch, dass es manchmal wohl besser wäre, sich etwas mehr Zeit zu nehmen. Das soll nicht heißen, dass “The Silent Vigil” schlecht geworden ist. Doch wo der Vorgänger mich doch einigermaßen überzeugen konnte, klingt das neue Album streckenweise unausgegoren. Karl Willets grunzt natürlich immer noch alles in Grund und Boden und manche Riffs offenbaren durchaus Dampframmen-Qualitäten. Doch auf der anderen Seite hat man manchmal das Gefühl, dass MEMORIAM nicht richtig aus dem Allerwertesten kommen. Einige Riffs klingen doch ziemlich nach Bolt Thrower-Ausschussware. Vollends in die Büx geht der Titelsong, der wirkt, als hätte man nach zwei Minuten einfach keinen Bock mehr gehabt weiter zu komponieren. Klare Abzüge gibt es außerdem für den dumpfen Sound, der den Gitarren jeglichen Druck nimmt.

Traurig aber wahr: Streckenweise ist “The Silent Vigil” langatmig, wenn nicht sogar langweilig und bei aller Qualität, die man von solchen Legenden erwarten darf, im Endeffekt eine zwiespältige Angelegenheit.

Line Up

Karl Willets – V

Scott Fairfax – G

Frank Healy – B

Andy Whale – D

Tracklist

1. Soulless Parasite

2. Nothing Remains

3. From The Flames

4. The Silent Vigil

5. Bleed The Same

6. As Bridges Burn

7. The New Dark Ages

8. No Known Grave

9. Weaponized Fear