Operation Mindcrime - The New Reality

CD Reviews, Operation Mindcrime - The New Reality

Bei „The New Reality“ handelt es sich um das dritte und letzte Album des Projekts OPERATION MINDCRIME vom ehemaligen QUEENSRŸCHE Sänger Geoff Tate. 

Die drei Alben erzählen die Geschichte der beiden Konzeptalben „Operation: Mindcrime“ und „Operation: Mindcrime II“ von QUEENSRŸCHE weiter. Es geht um einen Mann namens Nicky, der sich vom geheimnisvollen DR. X zum Mörder im Rahmen einer Revolution gegen die Gesellschaft machen lässt. Die Story des ersten Albums, gegebenenfalls auch des zweiten kennen viele. Alles was danach kam… 2012 hat sich die Band QUEENSRŸCHE von Geoff Tate nach langer Durststrecke getrennt. Diese Durststrecke hat laut Band sicher am Sänger gelegen, der in den Jahren nach dem Ausstieg von Gitarrist Chris DeGarmo die Kontrolle über die Stilrichtung und alle weiteren Alben beherrschte. Das ging so weit, dass er Bandmitglieder bei den Aufnahmen ausschloss. 2012 holte sich die Band mit Todd LeTorre einen neuen Sänger, plötzlich gab es zwei Versionen von QUEENSRŸCHE, irgendwann einigte man sich vor Gericht, dass Tate nicht mehr unter dem Banner seiner alten Band weitermachen darf, er aber dafür die alleinigen Aufführungsrechte der „Operation: Mindcrime“ Alben habe. Unter diesem Namen gründete er nun also die „Band“ oder besser gesagt das Projekt OPERATION MINDCRIME. Kann das Projekt OPERATION MINDCRIME würdig an das Über Werk von QUEENSRŸCHE „Operation: Mindcrime“ heranreichen? Als diese Scheibe erschien war sie revolutionär. Ich hörte das Werk damals dauernd und so ging es vielen. Um mich kurz zu fassen: Das Projekt OPERATION MINDCRIME kann nicht an den Klassiker heranreichen. Viel zu zerfahren wirken die drei Alben. Es gibt sicher Momente auf diesem Album, die aber leider durch unpassende Elemente regelrecht zerstört werden. Dass Tate nicht mehr so singen kann wie 1989 ist klar, diese extremen Höhen setzt er auch nicht mehr ein. Damit kann ich leben, seine Stimme ist auch in erträglichen Oktaven noch hörenswert. Auch die vielen Effekte und erzählerischen Passagen sind bekannt, gewinnen hier aber Überhand. Weniger wäre im wahrsten Sinne des Wortes mehr gewesen. Gutes Beispiel: „All For What“. Es dauert ewig bis dieser Song Fahrt aufnimmt. Und dann wieder verliert. Das kann Tate sicher mit der Story rechtfertigen. Für den Hörer ist das allerdings nicht unbedingt erträglich. Das Abschluss Stück „The Same Old Story“ ist genauso zerfahren wie die drei Alben von OPERATION MINDCRIME. Vergleicht man dieses Stück mit dem dramatischen Rausschmeißer „Eyes Of A Stranger“ von QUEENSRŸCHEs „Operation: Mindcrime“ liegen Welten dazwischen! Fazit: wenige wirklich gelungene Momente, viel überflüssiges Zeug wenn auch auf hohem Niveau kann ich nur denjenigen empfehlen, die schon die QUEENSRŸCHE Alben nach „The Promised Land“ gut fanden. Alle anderen: lieber nicht.