Overkill - The Grinding Wheel

CD Reviews, Overkill - The Grinding Wheel

Das 19. Studioalbum steht an und OVERKILL lassen einfach nicht nach. Gar nicht so einfach für Kritiker, sich immer wieder neue Lobeshymnen für die Thrasher aus NYC auszudenken.

Trotzdem versuche ich es hier natürlich. Wie nicht anders zu erwarten war, ist auch "The Grinding Wheel" wieder mal ein Klassealbum geworden. Alles beim Alten also? Nicht ganz, oder: Ja, aber beim ganz Alten. Waren die drei Vorgänger ("Ironbound", "The Electric Age", "White Devil Armory") allesamt knallharte Abrissbirnen, wird auf "The Grinding Wheel" das Tempo auch mal etwas zurück genommen. Der Opener "Mean Green Killing Machine" geht gewohnt rabiat nach vorne los, aber schon das folgende "Goddamn Trouble" legt die rockigen Wurzeln von OVERKILL frei. "Our Finest Hour" glänzt mit tollen Melodien. Anschließend folgen einige Nummern, die von rockigem Vibe, über Heavy Metal bis hin zum Thrash alles bieten, was man in der Vergangenheit an der Band kennen und schätzen gelernt hat. Für die Rübe-ab-Fanatiker wird bei "Red White And Blue" nochmal der Hund von der Kette gelassen. Mit dem Titelstück zeigen OVERKILL nochmal ihr ganzes Repertoire von schleppendem Heavy Metal bis hin zu sägenden Stakkato-Rhythmen.

Ob man nun dem härteren Vorgänger-Triple oder dem Heavy Metal-lastigerem "The Grinding Wheel" den Vorzug gibt, ist Geschmackssache. Klar ist aber: OVERKILL sind nach wie vor die Macht und präsentieren sich auch im Jahr 2017 als gut geölte Maschine!