Slaughterday - Abattoir

CD Reviews, Slaughterday - Abattoir

Achtung Veränderungsalarm! SLAUGHTERDAY haben ein neues Logo. Das ist zum Glück die größte Neuerung. Auch auf ihrem mittlerweile vierten Release bleiben sich die old school Deather treu, ohne in Routine zu verfallen.

Ich fand das alte Logo origineller und bei der Qualität, die ostfriesische Bands in den letzten Jahrzehnten abgeliefert haben, ist ein Verweis auf die maritime Herkunft absolut in Ordnung. In das sehenswerte Buch ´Logos From Hell´ haben sie es damit auch geschafft. Na ja, weg von den Äußerlichkeiten. 
Der Veröffentlichungsmodus Album-EP-Album-EP erinnert mich etwas an alte Noise Zeiten. Mir ist eine EP lieber als ein Album mit Füllmaterial. Diese Mini (Für mich ist sie das, auch wenn das Teil bei den Metal Archives als Full Legth gelistet ist) bringt es auf gute 28 Minuten Spielzeit, daraus machen nicht nur Punkrocker auch gern mal ein reguläres Langeisen und ´Reign In Bloood´ ist nur eine knappe Minute länger.
Nun aber zum Inhalt. Die Scheibe startet mit dem Titeltrack im Schlachttag typischen Midtempo. Ein wirklich gelungener Einstieg. Bei ´Wasteland Of Demise´ drosseln die Ostfriesen dann das Tempo und die typischen Gitarrenleads bekommen mehr Raum. Auch der Song besticht durch seine düstere, morbide Grundstimmung.
Ein absoluter Oberhammer ist das Cover von TROUBLEs ´Victim Of The Insane´ geworden. Von Parts und Tempo ist er dem Original sehr ähnlich. SLAUGHTERDAY werfen alles über Bord, was mir diesen Song im Original vermiest. Es gibt keine klassischen Metal Vocals und das Keyboard wurde ersatzlos gestrichen. Diese Elemente sorgen oft dafür, das ich keinen richtigen Zugang zu vielen klassischen Doom Scheiben finde. In diesem Gewand ist der Track aber ein absoluter Kracher. Da skippe ich mehrmals zurück und es dauert etwas, ehe die nächsten Songs aus den Boxen kommen.
Das sind zwei urtypische SLAUGHTERDAY Tracks. Das AMORPHIS Cover ´´ macht dann den Deckel auf die Scheibe. Die Version ist in Ordnung, fällt für mich gegen den Rest der Scheibe aber ab. Das verdeutlicht die Qualität der restlichen Songs, denn das AMORHIS Debüt ist ja schon eine Hausnummer. Mir sind die Gitarrenleads etwas zu beschwingt, das kann das Duo Infernale selber besser.

Wer auf puren, düsteren, morbiden Death Metal steht, ist bei SLAUGHTERDAY weiterhin goldrichtig aufgehoben. Das Duo hat sich ja nach einem AUTOPSY Track benannt. Deren neue EP lassen sie qualitativ weit hinter sich.

Line Up

Jens Finger - Guitars, Bass
Bernd Reiners - Vocals, Drums

Tracklist

1. Abattoir
2. Wasteland Of Demise
3. Victim Of The Insane (Trouble Cover)
4. Phantasmal Death
5. Cursed By The Dead   
6. Grails Mysteries (Amorphis Cover)