Sorcerer - The Crowning Of The Fire King

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Früher fand ich Doom ehrlich gesagt immer etwas langweilig. Vielleicht ist es das Alter, jedenfalls möchte ich heute Genre-Perlen auf keinen Fall missen.

SORCERER bringen das Kunststück fertig, sowohl Veteranen als auch Neulinge zu sein. Veteranen deshalb, da die Band bereits 1988 gegründet wurde. Doch wessen eigentliches Debüt gerade gerade mal zwei Jahre alt ist, der darf auch noch zu den Frischlingen der Szene gezählt werden. Wie Anfänger hören sich SORCERER auf "The Crowning Of The Fire King" jedoch beileibe nicht an. Der epische Doom á la Candlemass wurde gegenüber "In The Shadow Of The Inverted Cross" nur leicht verfeinert und mit noch mehr Finessen gewürzt. Wundervolle Melodien veredeln Monsterhymnen wie "Ship Of Doom", "Unbearable Sorrow" oder das Titelstück. Sänger Andreas Engberg singt kraftvoll, emotional und bisweilen pathetisch. Die Riffs kommen teilweise aus der hohen Iommi-Schule, doch aufgrund des hohen Melodieanteils könnten auch Classic Rock-Fans mal ein Ohr riskieren.

Es gibt auf "The Crowning Of The Fire King" kaum ein Haar in der Suppe zu finden und wenn es SORCERER weiterhin gelingt, alle zwei Jahre solche Alben abzuliefern, sollte man bald in Sachen Popularität zu den Plathirschen aufgeschlossen haben.