That Rock Guy – Nothin‘ To Lose

CD Reviews, That Rock Guy – Nothin‘ To Lose

Zu verlieren hat er nichts: Adam Barclay verdiente sein Geld bislang als Studio- und Livemusiker. Nun hat der Australier einige Gastmusiker um sich geschart und den Schritt zum Solo-Debüt gewagt.

THAT ROCK GUY soll möglicherweise eine Anspielung auf die Existenz des Musikers im Schatten großer Namen sein. Mit „Nothin‘ To Lose“ dürfte sich Barclay jedoch nicht nur ins Gedächtnis zahlreicher Hardrock Fans spielen, sondern auch in deren Herzen. In vielen Reviews wird der Vergleich zu alten BON JOVI und zu WHITESNAKE gezogen – allerdings treffen diese Vergleiche nicht ganz zu, denn Barclay sorgt mit einer deutlich kratzigeren Stimme als bspw. Jon Bon Jovi für Gänsehaut und mögliche Reverenzalben wie „1987“ und „Slip of the Tongue“ klingen doch etwas anders. Dennoch gehört „Nothin‘ To Lose“ genau in diese Zeit. THAT ROCK GUY verpasst dem kratzigen Hair Metal der späten 80er und 90er eine Überdosis Adrenalin mitten ins Herz und erweckt den Vibe der damaligen Zeit wieder zum Leben. Mich erinnert THAT ROCK GUY an Bands der „zweiten“ Reihe, so wie HELIX, DIRTY LOOKS, BRITNY FOX oder BATON ROUGE.

Schon der Opener „Superstar“ ist ein direkter Angriff auf die Ohrmuscheln und mit dem nachfolgenden „Your Dreams…“ frisst sich der Ohrwurm tiefer in den Gehörgang, bevor er sich mit „Through The Night“ und „One Shot In A Million“ gemütlich dort einrichtet.

Mit „Nothin‘ To Lose“ zeigt Adam Barclay, dass er tatsächlich nichts verlieren, aber alles gewinnen konnte. Mit seiner professionellen Unbekümmertheit zieht der Australier genau die Register die dem Genre vor 30 Jahren zu einem unvorstellbaren Höhenflug verholfen haben. Bleibt ein Album ohne Lückenfüller und die Hoffnung auf eine Fortsetzung!