Threshold - Legends Of The Shires

CD Reviews, Threshold - Legends Of The Shires

Eine meiner geliebten Progressive Metal Bands aus England meldet sich mit einem Doppelalbum zurück. Sicher ist den Fans bekannt, dass Sänger Damian Wilson schon wieder die Gruppe verlassen musste. Das ist schade, konnte dieser durch seine starke, prägnante Stimme sowie seine aktive Bühnenpräsenz überzeugen. Neu an Board ist ein alter Bekannter: Glynn Morgan sang bereits das geniale Zweitwerk "Psychedelicatessen" ein.

Nun also ein Konzeptalbum, welches nicht auf eine CD passt. Über 80 Minuten Spielzeit hat "Legends Of The Shires" (Deutsch: Legende der Grade?!) und kann wie oft begeistern. Was auffällt: der AOR Melodien Anteil ist ein wenig gestiegen, ohne dass der Härtegrad des Albums gefallen ist. Glynn Morgan überzeugt in jederlei Hinsicht mit einer tollen Stimme welche natürlich anders klingt als die von Wilson. Gealtert scheint sie kein Stück zu sein, Morgan klingt genau so wie auf "Psychedilecatessen". Bei einem Konzeptalbum erwartet man einen roten Faden. Dieser ist vorhanden durch Teile des quasi Titelstücks "Shires", welches in drei Parts sich durch das Album zieht. Treibende Songs hat "Legens Of The Shires" genauso zu bieten wie balladeske oder ausufernd epische Werke wie zum Beispiel das fast 12 Minutige "The Man Who Saw Through Time", welches alles beinhaltet was THESHOLD zu bieten haben. Auch die typisch sphärischen Synthie Sounds von Richard West. Ein treibender Song ist "Superior Machine". Hier wird der Stil der Band überdeutlich. Keine andere Band klingt so wie diese Briten. Toller Refrain. Weitere Höhepunkte: das schnelle, abwechslungsreiche "Snowblind" (kein Black Sabbath Cover), das ruhige "State Of Independence" (tolle Melodie), das durch youtube bekannte epische "Lost in Translation". So gut wie alles kann mich überzeugen. Ich hoffe auch Fans von Damian Wilson geben diesem Album eine Chance. Verdient haben es THRESHOLD jedenfalls. Zudem kann "Legends Of The Shires" mit einem tollen Artwork überzeugen, welches perfekt zur tollen Musik passt.

Auf Tour sind sie im Herbst und Winter auch. Ich werde sie mir ansehen.