Vhäldemar - Old King's Visions EP

CD Reviews, Vhäldemar - Old King's Visions EP

Wer jetzt meint eine Erscheinung zu haben, der sei beruhigt. Vier Jahre nach „Shadows of Combat“ bringen die Spanier von VHÄLDEMAR einen Appetizer für ein neues Studioalbum, welches im Oktober erscheinen soll, auf den Markt.

Das Lebenszeichen der Power Metaller ist auf 600 Exemplare limitiert und umfasst drei neue Songs sowie ein Intro und eine Coverversion von HELLOWEENs „Gorgar“. Carlos Escudero und seine Mannen liefern vor allem mit dem Opener “1366 (Old King’s Visions Part V)” ein richtig starkes Stück Hartmetall mit eingängigen Hooks und rauen Gitarren ab. „I Will Stand Forever“ entpuppt sich als Dampfwalzen ähnliches Midtempostück mit eingängigem Refrain. Mit „Howling at the Moon“ wird dann etwas mehr auf das Gaspedal gedrückt und VHÄLDEMAR starten einen Angriff auf die Moshmuskeln. Mit „Gorgar“ zollen die Spanier dem Debüt der nordischen Kürbisköppe Tribut. Allein schon aufgrund des unterschiedlichen Gesangs gelingt VHÄLDEMAR eine recht eigenständige Interpretation, die zudem noch etwas länger ist als das 85er Original.

Grundsätzlich würde ich VHÄLDEMAR eher in einem Atemzug mit Bands wie GRAVE DIGGER oder ASTRAL DOORS als mit HELLOWEEN nennen, denn die Spanier gehen deutlich rauer zu Werke als die Hanseaten und stampfen sich zudem etwas kraftvoller durch ihre Power Metal Kompositionen.

Mit „Old King’s Vision“ machen VHÄLDEMAR Lust auf das neue Studioalbum und liefern richtig gute Power Metal Songs ab, die sich keinesfalls hinter aktuellem Material solcher Szene-Flaggschiffe wie GRAVE DIGGER zu verstecken brauchen.